Kempten und Trient feiern Jubiläum

Die Kemptener Karatekas beim Floß bauen: Markus Kühnel (v.l.), Nico Drexel, Lisa Schmid, Melanie Läufle, Jayson Schinköthe und Joachim Füssinger. Fotos: privat

25 Jahre besteht die Partnerschaft zwischen der italienischen Stadt Trient und Kempten bereits. Anlässlich dieses Jubiläums waren am vergangenen Wochenende eine Kemptener Delegation und der Kammerchor zum diesjährigen St. Vigilius Fest zu Gast in der Partnerstadt. Im Rahmen des Festes fand auch wieder der traditionelle Flößerwettkampf statt, bei dem heuer sechs Karatekas Kempten vertraten.

Für die Kemptener Delegation um OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und den Beauftragten des Stadtrats für Partnerstädte, Ullrich Kremser (FDP), stand vor allem Kultur auf dem Programm. Sie besuchten die Ausstellung „Trento Stadt“ des Künstlers Fabio Vettori, besichtigten den renovierten Stadtturm und waren bei der Eröffnung der Ausstellung „Sguardi praghesi“. Am Sonntagabend trat der Kemptener Kammerchor bei der Serenate Trentine als Sondergast auf. Beim Festakt zum Partnerschaftsjubiläum im Palazzo Geremia gab Trients Bürger- meister Alessandro Andreatta einen Empfang für die Gäste. Mit dabei waren auch ehemalige Bürgermeister sowie der Präsident des Stadtrates Renato Pegoretti und Assesori Renato Tomasi, der für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Der Kammerchor sorgte zusammen mit dem Coro della Polizia Municipale di Trento für die musikalische Unterhaltung. Ein etwas anderes Programm hatten die sechs Karatekas vom 1. Kemptener Karate Dojo im TVK: Für sie stand bereits am Freitag vergangener Woche die erste Aufgabe für das am Sonntag folgende Floßrennen auf der Etsch an. Im historischen Kostüm musste Jayson Schinköthe mit einer alten Armbrust auf eine Zielscheibe schießen. Da er mit allen drei Pfeilen ins Schwarze traf, bekam das Kemptener Team für das Rennen am Sonntag eine Zeitgutschrift von einer Minute. Mit zwei langen Seilen und Holzbalken ausgestattet mussten Schinköthe, Markus Kühnel, Lisa Schmid, Melanie Läufle, Nico Drexel und Joachim Füssinger am Samstag das Floß für das Rennen zusammenbauen. Nach rund zwei Stunden war das Werk vollbracht. Für das Team ging es weiter zum Domplatz, wo im Rahmen der Magischen Nacht von Trient der Umzug der Flößer stattfand. Die Magische Nacht gehört zum St. Vigilius Fest dazu und verzaubert bis in die Morgenstunden mit Live-Konzerten und Spektakel die gesamte Stadt. Nach der Magischen Nacht standen sich am Sonntagnachmittag am Ufer der Etsch 57 Teams, die hauptsächlich die verschiedenen Stadtteile vertraten, zum Flößerwettkampf gegenüber – dem „Palio dell'Oca“ (Kampf um die Gans). Auf dem Floß mussten sechs verschiedene Aufgaben bewältigt werden, zum Beispiel musste am rechten Uferrand angelegt und nach der Weiterfahrt gleich am linken Uferrand einer Gans ein Metallring um den Hals gehängt werden. Für die Floßfahr-Neulinge aus Kempten waren manche Aufgaben nicht ganz zu bewältigen, da die Seitenwechsel auf der Etsch aufgrund der Strömung nicht so einfach waren. Doch der Spaß stand bei dieser Veranstaltung im Vordergrund und davon hatten die Karatekas eine ganze Menge. Insgesamt war der Besuch in der italienischen Partnerstadt sowohl für die Kemptener Delegation als auch für die Sportler sehr gelungen.

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