»Gut davongekommen«

Einbußen durch Pandemie geringer als befürchtet

Die Dorfkirche von Waltenhofen im Allgäu mit umliegenden Häusern und den Alpen im Hintergrund unter einem blauen Himmel und tief hängenden Wolken.
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Bei den Haushaltsberatungen für 2021 zeigte sich der Gemeinderat von Waltenhofen trotz der Pandemie überwiegend zuversichtlich.

Waltenhofen – Insgesamt positiv war die Stimmung des Gemeinderats Waltenhofen während der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr 2021. Die Corona-Pandemie werde sich wohl weniger schlimm auf den Haushalt der Gemeinde auswirken, als befürchtet worden war. 

Bei den Gewerbesteuereinnahmen sei im Jahr 2020 mit einem Fehlbetrag von rund 75.000 Euro beziehungsweise einem Minus von 1,68 Prozent zu rechnen. Für 2021 werden Einnahmen von 4,2 Millionen Euro prognostiziert, was einem Minus von 6,67 Prozent entspreche. „Mit der Pandemie im Hinterkopf sind wir gut davongekommen“, lautet das Resümee von Udo Merk, Leiter der Finanzverwaltung in der Gemeinde. Und auch der 1. Bürgermeister Eckhard Harscher bestätigte, dass die zehn umsatzstärksten Unternehmen in Waltenhofen kaum Einbußen durch die Pandemie zu verzeichnen hätten. Bei der Einkommenssteuer, der größten Einnahmequelle der Gemeinde, wurde ein Fehlbetrag von rund 1,8 Millionen Euro genannt, wobei das vierte Quartal noch ausstehend sei. Das letzte Quartal eingerechnet, werde mit einer Unterdeckung von 425.000 Euro gerechnet. Bei der Kreisumlage für das Jahr 2021 sei ebenfalls mit höheren Zahlungen an den Landkreis zu rechnen. Aufgrund der gestiegenen Umlagekraft wird von einer Kreisumlagezahlung in Höhe von knapp 5,2 Millionen Euro ausgegangen, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 580.000 Euro entspreche. Die Kreisumlage sei jedoch von den Haushaltsberatungen des Landkreises abhängig.

Insgesamt werde somit im Vergleich zu 2020 im kommenden Jahr bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer sowie der Kreisumlage mit Mindereinnahmen beziehungsweise Mehrausgaben von rund 1,3 Millionen Euro gerechnet.

Bei den Personalkosten, dem größten Kostenpunkt der Gemeinde, werde im Jahr 2021 trotz Stellenminderung um 0,67 Stellen eine Kostensteigerung um rund 3,5 Prozent auf circa 6,2 Millionen Euro erwartet, was unter anderem auf Tariferhöhungen zurückzuführen sei.

Dominik Baum

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