Ein Wasserfall für Weitnau

Der mystische Speckbachfall wird zur neuen Attraktion

Ein Wasserfall im Wald, der über Felsen in einen Gumpen stürzt, mit einem Geländer aus Holz: Der Speckbachwasserfall bei Weitnau im Allgäu.
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Ein wildromantisches Ausflugsziel, das neuerdings der Marktgemeinde Weitnau gehört: Der Speckbachwasserfall.

Weitnau – Bis 1984 hatte er sogar eine eigene Haltestelle an der Strecke des legendären Isny-Bähnles: der Speckbachwasserfall, tief im Tobel unterhalb von Hellengerst. Bis vor kurzem war er in Privatbesitz, jetzt hat ihn die Gemeinde Weitnau gekauft und macht den Wasser-Platz im Wald zu einem attraktiven Ziel für Wanderer, Radfahrer und Romantiker.

Bürgermeister Florian Schmid und seine Weitnauer Projektgruppe „Aufwertung Speckbachwasserfall“ sind zufrieden: die Arbeiten rund um das rund acht Meter tief fallende Wasser sind weit fortgeschritten. Die Sonne blinzelt durch gelichtete Bäume, die Zugangswege sind fast fertig, am Ufer des Speckbaches wird gerade eine Plattform angelegt. „Wir möchten den ganzen Ort natürlich erhalten, da brauchts keine Spielgeräte“, betonen die GemeinderätInnen Evi Kasper (CSU/FFW), Alexander Nowikow (Grüne) und Christian Immler (CSU/ FFW), die das Projekt zusammen mit dem Bauamt betreuen. Bis zum Beginn der Wander- und Radlsaison im Frühjahr 2021 soll das Ganze fertig sein.

Florian Schmid liegt der Wasserfall persönlich am Herzen: „Das ist ein ganz besonderer Ort“, schwärmt er, „mit einer einmaligen Stimmung!“ Die gilt es zu erhalten und trotzdem für mehr Besucher zugänglich zu machen. Dafür soll eine bessere Beschilderung am vorbeiführenden Radweg Kempten-Isny sorgen. Bisher deutet lediglich ein ausgebleichter Wegweiser in Richtung dieses landschaftlichen Kleinodes. Wenige Meter neben dem von der Speckbachkaskade gespeisten glasklaren Gumpen erinnern ein altes Mühlrad und eine kaum leserliche Felstafel an die Tobelmühle, die dort einst Getreide gemahlen hat. RadlerInnen können direkt oberhalb des Naturdenkmals ihre Räder abstellen, Wanderer parken entweder in Weilerle und nehmen den markierten Weg unter der B12 hindurch (ca. 15 Minuten Gehzeit). Oder sie lassen ihren Wagen am ehemaligen Bahnhof Hellengerst stehen, von dort dauert es etwa 20 Minuten bis zum Speckbachwasserfall.

Lutz Bäucker

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