Mehr Normalität mit Schnelltests?

Kempten will mitmachen beim Modellprojekt nach Tübinger Vorbild

Zwei ältere Herrschaften wollen sich mit einem Schnelltest im Club Parktheater in Kempten Gewissheit verschaffen, dass sie nicht mit Corona infiziert sind.
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Zwei ältere Herrschaften wollen sich mit einem Schnelltest im Parktheater Gewissheit verschaffen, dass sie nicht mit Corona infiziert sind. Oberbürgermeister Thomas Kiechle sieht die Stadt mit neuem Test-Drive-In und neuen Schnelltestzentren gut dafür aufgestellt, am Modellversuch mitzumachen.

Kempten – Die Sonne im Café genießen, entspannt bummeln oder einen Film in Kinoatmosphäre schauen. Davon träumen auch viele Kemptenerinnen und Kemptener. Und es könnte schon bald Wirklichkeit werden, denn die Stadt hat sich für die Teilnahme an einem Modellprojekt beworben.

Die Bayerische Staatsregierung will in acht Testregionen ausprobieren, inwieweit öffentliches Leben mit einer engmaschigen Teststrategie möglich ist. In Tübingen sorgt derzeit ein solcher dreiwöchiger Versuch für Aufsehen. Mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest „erwerben“ sich die Tübinger den Eintritt in Kino, Geschäfte und Restaurants. Einen solchen vierzehntägigen Modellversuch will nun auch Bayern wagen.

Und Kempten möchte dabei sein. Dabei geht es nach Meinung von Oberbürgermeister Thomas Kiechle nicht darum, das Tübinger Modell eins zu eins zu übernehmen. „Wenn jeder das Gleiche macht, wird man am Ende nicht viel Kenntnisgewinn haben“, sagte er gegenüber dem Kreisboten. Ob es ein „Tagesticket“ wie in Tübingen geben werde, wisse man zum Beispiel nicht. Kiechle findet, dass die Idee von engmaschigen Tests auch den Vereinen helfen könnte.

„Wir trauen uns zu“, am Projekt mitzumachen. Zum einen sei die Test-Infrastruktur bereits gut aufgestellt. Der Austausch mit dem City-Management sei intensiv und das „Ehrenamt greifbar“. Auch die Grundakzeptanz von Maßnahmen sei bei den Kemptenern vorhanden. „Die ist die Grundvoraussetzung“, sagte der OB.

Weil es bereits nach Ostern losgehen soll, rechnete er schon am morgigen Freitag mit einer Rückmeldung aus München. Anträge mit der Bitte um die Kemptener Teilnahme am Modellprojekt hatten Freie Wähler und CSU am Mittwoch gestellt.

Susanne Lüderitz

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