Kleiner Leo ganz groß

Leo aus Kempten wird für das Yakari-Musical zum Sioux-Indianer

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Vorher und nachher: Leo wird in der Garderobe in einen echten Indianer verwandelt. Ungewohnt sind anfangs noch die langen Haare.

Kempten – Mittags: ein kurzes Warten im Kassenhäuschen der Big Box Allgäu. Leo hat seine Mutter und seinen kleinen Bruder im Buggy mitgebracht. Leo darf als Gewinner des Kreisbote-Gewinnspiels ein Teil des Yakari-Universums werden und einen großen Tag auf der Musicalbühne bei „Yakari 2 – Geheimnis des Lebens“ eine kleine Rolle übernehmen.

Da geht bereits die Türe auf und eine nette junge Dame des Teams geleitet Leo mit seiner Mutter und dem Bruder durch die noch leere Halle in die Backstage-Katakomben. 

Hier hinter den mächtigen Bühnenvorhängen wartete bereits Güsi, die Herrin über Maske und Kostüme. Später wird sie auch als Biba auf der Bühne bei Yakari 2 stehen. „Du bist ja noch klein und schlank, mal sehen ob wir ein passendes Kostüm finden“, meint sie lächelnd. „Ich bin schon groß“ größer als ein Frosch!“, widerspricht Leo mit großem Selbstbewusstsein. Güsi öffnet den Tunnel am Hosenbund und näht den Taillengummi etwas enger. „Mein Papa heißt Marco", erzählt der gutgelaunte Leo – eigentlich Leonard Giovanni mit vollem Namen. 

Marco lautet auch der Name des jungen Yakari-Regisseurs Marco Krämer-Eis, der nun hinzugekommen ist . Krämer freut sich, nun „Yakari – Das Geheimnis des Lebens“, die Fortsetzung zum erfolgreichen Familienmusical „Yakari – Freunde fürs Leben“, zu inszenieren und erzählt bildhaft über die Entstehungsgeschichte von Yakari 2: Viele gemeinsame Besprechungen waren geführt, unzählige Diskussionskarten an die Wand gepinnt worden. Absprachen mit Bühnenbildnern und Technikern mussten getroffen werden. 

Ursprünglich kommt Yakari als gezeichnete Comic-Figur aus Frankreich und wird nun auch bei uns im Kinderkanal ausgestrahlt. Aus Frankreich kam auch das OK, Originalmotive als Bühnenbild für das Bühnenmusical verwenden zu dürfen. So entstand das Gerüst für Teil 2 des Musicals. 

Inzwischen hat Leo im Sioux-Indianergewand am Schminktisch Platz genommen. Güsi verwandelte das Bleichgesicht mit etwas Schminke in eine echte Rothaut, noch eine schwarze Perücke, und schon präsentiert sich Leo stolz als „Klein Yakari“. Wow, da staunen alle. Was für eine imposante Erscheinung! 

Regisseur Krämer nimmt den überhaupt nicht aufgeregten kleinen Gewinner und „Neu-Indianer“ durch den schwarzen Vorhangdschungel , gefolgt von Bruder und Mama Angela in die große, noch leere Zuschauerhalle. Auf den Tribünenstufen nimmt Leo gleich die stolze Pose eines jungen Winnetou ein, während Krämer den späteren Ablauf erläutert: „Nun heißt es – wie bei den großen Schauspielern – noch warten, bis die Vorstellung beginnt.“ 

Wieder hinter der Bühnen begrüßt Hauptdarsteller Kevin Reichmann auf Schminke und Kostüm wartend den jungen Gewinner freudig. „Wir beiden werden also nachher zusammen auf der Bühne stehen. Freut mich sehr!“ 

Bis dahin heißt es aber noch zwei Stunden geduldig auf den Bühnenauftritt warten. Leo geht die Sache weiterhin ganz cool an, plappert lebhaft und interessiert drauf los. Seinen außergewöhnlichen Tag sowie den Auftritt bei „Yakari 2“ vor den vielen Zuschauern in der Big Box Allgäu wird Leo sicher in bester Erinnerung bleiben.

Achim Crispien

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