Wirtschaft bis Soziales: OB Thomas Kiechle berät sich mit seinem Amtskollegen aus Augsburg

Stadtoberhäupter tauschen sich aus

+
Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl (re.) nutzte seinen Besuch in Kempten, um sich nach den Gesprächen mit Kemptens OB Thomas Kiechle ins Goldene Buch der Stadt Kempten einzutragen.

Kempten – Genau am 1200. Geburtstag des Allgäus machte sich Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl am vergangenen Dienstag auf den Weg nach Kempten und schlug dort gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: zum einen tauschte er sich mit Kemptens OB Thomas Kiechle zu kommunalpolitischen Themen aus, zum anderen nutzte er die Gelegenheit sich als erster Oberbürgermeister ins Goldene Buch der Stadt Kempten einzutragen und sich für die „nachbarschaftliche Verbundenheit“ zu bedanken.

Den ganzen Tag verbrachten Gribl und seine Delegation – Bürgermeisterin Eva Weber (Finanzen/Wirtschaft) und Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer (Soziales) – in der zweitgrößten Stadt Schwabens. Mit den Kemptener Referenten Dr. Richard Schießl (Wirtschaft, Kultur, Verwaltung) und Benedikt Mayer (Jugend, Schule, Soziales) wurden aktuelle Themen erörtert, um künftig das Potential des Regierungsbezirks Schwaben weiter zu stärken und Synergien beider Städte zu nutzen.

So sollen unter anderem die beiden Hochschulen angesichts des Fachkräftemangels in sozialen Berufen in Augsburg künftig kooperieren, mit dem Ziel die Zulassungszahlen „deutlich zu erhöhen“, so Kiechle. Die Nachfrage bei den beiden sozialen Studiengängen in Kempten sei schließlich hoch.

In puncto Wirtschaft sei es wichtig, dass die beiden Wirtschaftsräume Kempten und Augsburg nicht konkurrieren, sondern an einem Strang ziehen. Deshalb seien eine „schwäbische Kompetenzlandkarte“ und ein Schwäbisches Wirtschaftsförderertreffen angedacht, „um die Potentiale auszuloten“, erklärte Gribl in einem anschließenden Pressegespräch. Das Digitale Gründerzentrum Schwaben sei ein gutes Beispiel für ein Projekt, bei dem man von Anfang an an einem Strang gezogen hat. Gribl zeigte sich „sehr angetan vom Gesprächsverlauf“ unter der Delegation. Es würden jetzt zwar keine zehn bis 20 Projekte entstehen, aber man werde im Gespräch bleiben und sich regelmäßig austauschen und absprechen.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Konversionsflächen, hat Gribl auch einen Austausch in Kempten angeboten, um sich vor Ort über die Zukunft der Konversionsflächen zu beraten. „Erst stehen Weichenstellungen an. Die Entwicklung hat auch bei uns Jahre gedauert“, ermutigte er. Auch Kiechle war sich sicher, dass man in diesem Punkt von den Augsburger Ergebnissen lernen könne, schließlich stehe eine qualitätsvolle Nachnutzung an erster Stelle und schnelle Lösungen seien nicht das Ziel, betonte er.

Im sozialen Bereich sind vor allem die Themen Wohnraumversorgung, Quartiersmanagement und Konzepte für Obdachlose zur Sprache gekommen. „Wir werden die Gespräche weiter fortführen. Es tut gut sich über alltägliche Themen auszutauschen“, waren sich beide OBs am Ende einig.

Lea Stäsche

Auch interessant

Meistgelesen

Protest in Kempten: Sklaverei existiert immer noch
Protest in Kempten: Sklaverei existiert immer noch
Äpfel und Gemüse für die Kita
Äpfel und Gemüse für die Kita
Achtsamkeitstrainerin Grit Ulrike Tautenhahn übt mit Interessierten
Achtsamkeitstrainerin Grit Ulrike Tautenhahn übt mit Interessierten
Sportausschuss stellt Förderung für lang ersehnte Schnitzelgrube in Aussicht
Sportausschuss stellt Förderung für lang ersehnte Schnitzelgrube in Aussicht

Kommentare