Ehrung vom OB

"Fast unvorstellbar"

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Seit 80 Jahren steht der ehemalige Stadtkapellmeister Helmut Müller auf der Bühne und wird dafür mit einem kleinen Empfang in der Schrannenhalle geehrt: Tochter Caroline (v.l.) mit ihren Kindern Laura und Daniel, Ehefrau Verena, Jubilar Helmut Müller und OB Dr. Ulrich Netzer.

Kempten – Helmut Müller erinnerte sich noch genau an seinen ersten Auftritt als Musiker vor vielen Jahrzehnten: „Ich war damals acht Jahre alt und habe nach vier Wochen Unterricht bei einem Akkordeonkonzert den Fidelio-Walzer gespielt“, erzählt er dem Kreisboten.

Vorvergangene Woche wurde er in der Schrannenhalle des Kemptener Rathauses von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) geehrt. Und zwar für ein „fast unvorstellbares Jubiläum“, zeigte sich das Stadtoberhaupt beeindruckt, denn „seit 80 Jahren steht Helmut Müller auf der Bühne und lebt für die Musik“. Er habe in diesen Jahren vielen Menschen Freude gemacht „und machen es noch immer, wenn man Ihre Konzerte im Kornhaus besucht“.

Denn das füllt der inzwischen 88-Jährige noch immer regelmäßig, wenn er seine „Alt-Kemptener-Swing- und Blas- musik“ dirigiert. 24 Jahre lang – von 1972 bis Ende 1996 – stand Müller am Dirigentenpult der Kemptener Stadtkapelle, deren Repertoire unter ihm um US-amerikanischen Swing erweitert wurde. Davor machte er zwölf Jahre lang Musik auf Ozeandampfern, die den Atlantik überquerten. Von 1972 bis 1990 war er als Lehrer für eine stattliche Zahl an Instrumenten an der Städtischen Sing- und Musikschule tätig: Trompete, Posaune, Tuba, Klarinette, Horn und Akkordeon. Er betreute Blechbläserensemble, die Jazzabteilung, Jugendkapelle und eine Bigband und ist, wie bereits erwähnt, noch heute gefragter Arrangeur und Dirigent der eher durch Zufall entstandenen „Alt-Kemptener-Swing- und Blasmusik“.

So hatte sich auch spontan ein Bläserquartett zusammengefunden, das die kleine Feierstunde musikalisch bereicherte. Auszeichnungen hat Müller schon viele erhalten, unter anderem Kemptens „Goldene Residenzmedaille” oder die „Rathausmedaille in Gold”. Er habe „eigentlich alles, was der OB aus seiner Schatulle verschenken kann“, meinte Netzer. So gab es Patenwein und ein Buch für den Jubilar sowie Blumen für seine Ehefrau Verena, die mit Tochter Caroline und den beiden Enkeln Laura und Daniel mitgekommen waren.

Christine Tröger

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