Ersatz gefunden

"Wir haben eine Lösung"

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Der derzeit leerstehende Supermarkt soll noch in diesem Jahr durch REWE wieder belebt werden. Immobilienmakler Thomas Wirth will das Projekt demnächst beantragen lassen. Die Investitionskosten sollen sich auf rund 1,8 Millionen Euro belaufen.

Altusried/Kempten – In den seit Herbst leerstehenden Penny-Markt in Altusried soll noch im Laufe des Jahres wieder Betrieb einkehren – so sehen es zumindest die Pläne des Kemptener Immobilienmaklers Thomas Wirth vor. Er will dort einen neuen REWE-Markt ansiedeln, wie er am Dienstag bekannt gab.

„Wir haben eine Lösung gefunden“, frohlockte er. Allerdings muss der Altusrieder Gemeinderat dem Vorhaben noch zustimmen.

„Wir sind in den Endverhandlungen des Mietvertrags“, berichtete Wirth am Dienstag über die Gespräche mit dem REWE-Konzern. Das Unternehmen will Wirth zufolge auf dem seit Herbst nicht genutzten Binser-Grundstück einen rund 1190 Quadratmeter großen REWE-Markt mit Backshop einrichten. Da nach dem Weggang von Penny nur noch Feneberg und Netto vor Ort vertreten seien, sei die nötige Nachfrage für einen weiteren Vollsortimenter im Ort durchaus vorhanden. „Altusried hat ein gutes Einzugsgebiet“, so Wirth. Allerdings drohe derzeit die Kaufkraft nach Dietmannsried abzufließen, da die Nachfrage aktuell nicht befriedigt werden könne, so der Immobilienprofi weiter.

Deshalb wollen er und der Kemptener Architekt Christian Jehle nun Tempo machen. Demnächst soll das Projekt beantragt werden. Beide hoffen, dass sich Bauausschuss und Gemeinderat schon im April oder Mai mit dem Antrag auseinandersetzen. Dann könnte im Sommer gebaut und im Herbst eröffnet werden. „Wir wollen das Weihnachtsgeschäft mitnehmen“, so Wirth.

Gemeinde lässt prüfen

Zuvor sind aber noch einige Arbeiten an dem Gebäude nötig. Zwar soll dieses nicht abgerissen, aber gründlich umge- baut werden. Unter anderem soll der Eingangsbereich in Richtung Gebäudemitte verschoben und Stützen und Fundament erneuert werden. Die Zufahrt wird ebenfalls geändert – die Pläne sehen künftig eine Einfahrt zu den eingeplanten 61 Parkplätzen über die Bundesstraße vor.

Grundsätzlich sei es wünschenswert, in dem ehemaligen Pennymarkt-Gebäude wieder einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln, das stehe im Gemeinderat außer Frage, hieß es auf Anfrage des Kreisboten von Seiten der Gemeinde Altusried dazu. Eine erste Bauvoranfrage, bei der zunächst rund 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen waren, war allerdings aufgrund der überdimensionierten Größe des geplanten Marktes vom Gemeinderat zunächst abgelehnt worden. Schließlich sei zu berücksichtigen, dass ein Bebauungsplan bestehe, der derartige Vorhaben nur bis zu einer Verkaufsfläche von 1000 Quadratmeter zulässt, so Altusrieds Hauptamtsleiter Reinhold Wagner. Derzeit werde bei der Regierung von Schwaben geprüft, ob ein solcher Markt in einer Gemeinde von der Größe Altusrieds strukturell verträglich ist, das heißt, ob die bereits bestehenden Märkte – Feneberg im Zentrum und Netto am nördlichen Ortsausgang – weiterhin werden überleben können. „Wann das Ergebnis dieser Prüfung vorliegt, ist unklar. So etwas kann sich hinziehen“, so Wagner. Sollte nun eine neue Bauvoranfrage mit reduzierten Parametern eingereicht werden, werde darüber neu entschieden.

Matthias Matz/Sabine Stodal

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