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Blick für das Gute bewahrt

Kemptener Polizeiinspektionsleiter geht in Ruhestand

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Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand bekam Polizeidirektor Günter Hackenberg eine Kopie seines ersten Dienstausweises überreicht. Mit seiner Lebensgefährtin Birgitta Mannl freut er sich darüber.

Kempten - Freude vor dem Ruhestand: Kemptener Polizeiinspektionsleiter Günter Hackenberg verabschieded sich.

„Das tut gut! Alles andere wäre gelogen.“ Günter Hackenberg steht am blumengeschmückten Rednerpult des Fürstensaals und grinst schelmisch in die Runde. Gerade hat er die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand erhalten. Viele Politiker und hochrangige Polizeikollegen sind gekommen, um ihn zu verabschieden. Mit Lob auf den langjährigen Leiter der Polizeiinspektion Kempten, seine Kompetenz, Verlässlichkeit und auch seinen Humor hatte keiner der Redner gespart. „Kempten ist eine der sichersten Städte in ganz Bayern und Deutschland, das wirkt sich auf die hiesige Lebensqualität aus“, sagte Polizeipräsident Werner Strößner. 

Mit einer Aufklärungsquote von 71,4 Prozent hat sich die Polizeiinspektion (PI) Kempten unter der Leitung von Günter Hackenberg an Spitze vor Rosenheim, Bamberg und Aschaffenburg geschoben. Viele Einsätze, auch bei Demonstrationen oder Großveranstaltungen, habe Hackenberg erfolgreich geführt. Und auch das gute Sicherheitskonzept für die Allgäuer Festwoche hob der Präsident hervor. Im Ministerium war Hackenberg für seine Kreativität und Innovation bekannt: In seiner Zeit in Weilheim habe Hackenberg einmal eine Beförderung während eines Einsatzes vorgenommen. „Das hat kurz für Irritation in München gesorgt“, erzählte Strößner, der Hackenberg für seine Offenheit gegenüber Neuem, seine Loyalität, geistreiche Kommunikation und seine unkomplizierte Art schätzt. 

„Sie sind das Gesicht der Polizei in Kempten“, zitierte er Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Der war selbst anwesend und sprach Hackenberg seine Bewunderung aus, dass er auch knifflige Situationen mit Humor und Leichtigkeit löste und in dieser oft belastenden Arbeit den Blick für das Gute im Menschen nicht verloren hat. Egal ob beim Katastrophenschutz, den Ausländerbehörden, der Jugend- und Sozialarbeit, den Feuerwehren, der PI-Leiter sei DER Ansprechpartner der Stadt. Für dieses gute Miteinander dankte der Oberbürgermeister. Um solche „Spitzenwerte“ in Aufklärung und Fallzahl zu erreichen wie in Kempten, brauche es nicht nur gute Polizisten, sondern auch motivierende Vorgesetzte, lobte CSU-Landtagsfraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer.

 „Der Schutz von über 130.000 Menschen in der Region lag in den letzten Jahren in guten Händen.“ Vom Bereitschaftspolizisten in Nürnberg hat sich Hackenberg, der gebürtig aus Kaufbeuren kommt, seit 1798 hinaufgearbeitet zum Polizeidirektor und in dieser Zeit 25 Fortbildungen und zwei Studiengänge absolviert. Erfahrungen gesammelt unter anderem im Polizeipräsidium Oberfranken und beim Landeskriminalamt, wo er wie später in Kempten mit dem Sachgebiet E1 „Organisation und Dienstbetrieb“ betraut war. Den Personalbereich der PI Kempten, der mit 138 Mitarbeitern größten im Präsidium Schwaben Süd West wird Hackenberg als Herausforderung in Erinnerung behalten. Aber auch die „Ad-hockLagen“, wie einen Amokalarm, als ein Mann drohte, in einer Firma mit seiner Kalaschnikow aufzuräumen, gehörten für ihn zu den Herausforderungen. „Da muss man auf Knopfdruck funktionieren“, erzählt er. 

Auch wenn sich Hackenberg sichtlich auf seinen Ruhestand freut, geht er mit einem weinenden Auge. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde ich vermissen“, sagt er. Das Miteinander war immer sehr gut und hat Spaß gemacht. Seinen Kollegen gilt auch der Dank, den der 60-Jährige nach fast neun Jahren als Leiter der Kemptener Polizeiinspektion ausspricht. Seine Berufswahl habe er kein einziges Mal bereut, sagt er und man merkt ihm seine Dankbarkeit an. Im Ruhestand werde er „die Füße still halten“ und seinem Nachfolger Marcus Hörmann nicht hineinreden. 

Der Polizeioberrat, der seit 2014 die PI in Neu-Ulm leitete und ab Februar die Leitung in Kempten antritt, lag bei der Feierstunde am Montag krank im Bett. Polizeipräsident Strößner freute sich auf die Zusammenarbeit mit „dem Kemptener Eigengewächs“, der schon als Finanzermittler beim Landeskriminalamt gearbeitet und Fortbildungen im Bereich „Vermögensabschöpfung“ geleitet hat. Zuletzt habe er sich bei den Bombenfunden vor rund einem Jahr in Neu-Ulm bewiesen. 

suk

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