Kemptener Schüler für Künstlerhaus

Stellvertretend für alle Verantwortlichen gestand Thomas Baier-Regnery den Flop des letztjährigen Schulabschlussfestes ein und versprach ein besseres Konzept. Foto: Spielberg

Die Schulabschlussfeiern an der Iller und die ungewisse Zukunft des Künstlerhauses waren die beiden bestimmenden Themen beim Treffen der Schülervertretungen und der Stadtverwaltung mit OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) an der Spitze. Etwa 50 Klassen- und Schülersprecher waren am Montagnachmittag der Einladung ins Jugendhaus gefolgt.

Schnell wurde deutlich, dass vor allem zwei Themen den Kemptener Schülern unter den Nägeln brennen – zum einen die Zukunft des Künstlerhauses, zum anderen die vieldiskutierten Schulabschlussfeiern in den Illerwiesen. Stellvertretend für viele appellierte Fabian Geyer an OB Netzer, das Künstlercafé als den Jugendtreffpunkt der Schüler und Schülerinnen an seinem jetzigen Standort zu erhalten. Zwar räumte Geyer ein, dass ein Sanierungsbedarf im Hause bestehe, formulierte aber auch klar, dass er einer Neubelegung des Hauses durch Starkoch Christian Henze nichts abgewinnen könne. „Dann ist es vorbei mit einem zentralen Treffpunkt für alle Kemptener Jugendlichen und was sich jetzt im Künstlerhaus trifft, wird sich dann wieder in Grüppchen in diversen Grünanlagen der Stadt wiederfinden“, sagte er. OB Netzer wies darauf hin, dass das Künstlercafé im Grunde wie jedes andere Lokal zu behandeln und eine finanzielle Unterstützung des Hauses durch die Stadt allen anderen Gastronomen nicht zu vermitteln sei. In den kommenden zwei bis drei Monaten werde der Stadtrat eine Entscheidung treffen, die versuche möglichst allen gerecht zu werden. Noch mehr treibt die Kemptener Schüler aber offenbar die Problematik der Abschlussfeiern um. In der Vergangenheit hatte es hier immer wieder Vorfälle und Verhaltensweisen der Schüler gegeben, die nicht nur den Verantwortlichen der Stadt missfielen. Die Rede ist von einer Vermüllung der Iller-Wiesen, Lärmbelästigung und insbesondere dem unkontrollierte Alkoholkonsum durch Minderjährigen. Eingestanden wurde aber auch von Seiten der Stadt, dass es sich beim letztjährigen Versuch einer Neuausrichtung des Festes in einem eingezäunten Gelände mit Eintritt und Security-Guards um mehr als einen Flop handelte. „Wir lernen dazu“, so Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amts für Jugendarbeit. Trotzdem konnte auch am Montagnachmittag zunächst einmal keine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden: Die Klassensprecher wünschten sich weiterhin ein gemeinsames Schulabschlussfest für alle Schüler. Die Vertreter der Stadt ließen dagegen durchblicken, dass sie eine Lösung favorisieren, bei denen die Schulen nicht mehr gemeinsam an einem Tag feiern, sondern das Ganze durch mehrere Abschlussfeiern entzerrt werden soll. Wichtig sei aber, so Baier-Regnery, dass sich alle Schüler in dieser Sache rechtzeitig bei ihm melden, sodass im Vorfeld alle Unstimmigkeiten und Missverständnisse ausgeräumt würden. OB Netzer appellierte auch an den gesunden Menschenverstand, indem er die Schüler aufforderte, dem Treiben einiger weniger Störenfriede aus ihren Reihen durch beherztes Eingreifen von vorne herein schon einen Riegel vorzuschieben.

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