Nachfolgerin gefunden

Kerstin Engelhaupt übernimmt Leitung vom Jugendamt Kempten

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Zwei, die sich auf die Zusammenarbeit freuen: Thomas Baier-Regnery, Referent für Jugend, Schule und Soziales, mit Kerstin Engelhaupt, die seit 2. Januar die Leitung des Jugendamtes inne hat.

Kempten – Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Leitung des Jugendamtes nachbesetzt werden konnte. Zeit, die man sich aufgrund der „hohen Verantwortung gegenüber den Kindern“ sowie der hohen zu verwaltenden Geldbeträge nehmen wollte, um die ideale Besetzung zu finden.

„Ich freue mich jetzt über diesen Fang“, meinte ein schmunzelnder Thomas Baier-Regnery, Referent für Jugend, Schule und Soziales, Anfang dieser Woche beim offiziellen Vorstellungstermin im Rathaus. Der „Fang“ heißt Kerstin Engelhaupt, ist 47 Jahre alt, gebürtige Niedersächsin und hat das Handwerk in der Jugendarbeit „von der Pike auf gelernt“, wie sie sagte. Sie ist seit dem 2. Januar 2019 die offizielle Nachfolgerin von Baier-Regnery, der bis zur Übernahme der Referatsleitung ab 1. Juli 2018 die Stelle besetzt hatte und seither vom stellvertretenden Jugendamtsleiter Gerd Banse „ersetzt“ worden war.

Begeistert zeigte sich auch OB Thomas Kiechle darüber, die Nachfolge in dieser anspruchsvollen Führungsposition „so souverän“ besetzen zu können. Engelhaupt bringe umfangreiche Fachkenntnisse sowie berufs- und Führungserfahrungen mit.

Die Dipl.-Sozialpädagogin hat auch Sozialarbeit studiert sowie den Master of Business Administration im Sozial- und Gesundheitswesen erworben plus eine berufsbegleitende Ausbildung zur Jugendhilfeplanerin absolviert. Sie war in ihrer 22-jährigen beruflichen Laufbahn durchgehend in der Kinder- und Jugendhilfe tätig, unter anderem in den Jugendämtern in Singen, Konstanz und Villingen-Schwennigen.

Aufgrund ihres langjährigen Erfahrungshintergrundes in verschiedenen Positionen verfüge sie „über die erforderlichen Kompetenzen zur fachlichen wie auch wirtschaftlichen Steuerung eines Jugendamtes“, sie verfüge über Erfahrungen in der Personalführung und kenne das wichtige Netzwerk in der Kooperation mit freien Trägern und anderen Akteuren in der Kinder- und Jugendhilfe, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Sie habe sich „immer dafür interessiert“ auch zu gestalten, sich weiterzubilden und die „Jugendhilfe weiterzuentwickeln“, sagte Engelhaupt, die das Kemptener Jugendamt als „sehr gut aufgestellt“ bezeichnete.

Baier-Regnery griff die „spezielle Struktur“ des Jugendamts auf, die darauf ausgerichtet sei, „Bedarfe gar nicht groß aufkommen zu lassen“, unter anderem durch Projekte wie „Zukunft bringt‘s“. Um so begeisterter sei man, jemand gefunden zu haben, der die „Wellenlänge“ sowie die nötige Sensibilität besitze. Dass es „kein Jugendamt ist, das sich verwaltet, sondern auch gestaltet“, habe die Personalsuche zwar „schon schwierig“ gemacht, sei aber auch „ein Angebot“ für jemand, der sich der Verantwortung stelle, wie Engelhaupt.

Generell als „Glück“ bezeichnete Kiechle in Kempten eine „Bewerbersituation, wie sie nicht alle haben“. Ob aufgrund der topographischen Lage oder wegen des guten Rufes der städtischen Verwaltung: Man werde mit etwas Geduld immer fündig.

ct

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