Stadt verteilt Stiftungsgelder

Geldsegen für gemeinnützige Projekte

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Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreicht OB Thomas Kiechle (Bildmitte) unterstützt von einer Gebärdendolmetscherin die vom Haupt- und Finanzausschuss verteilten Stiftungsmittel in Höhe von mehr als 100.000 Euro für gemeinnützige Zwecke.

Kempten – Es müsse nicht nur Menschen geben, die finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, sondern auch solche, die es verdienen sie zu bekommen, meinte OB Thomas Kiechle jetzt bei der feierlichen Übergabe von Geldern aus vier Stiftungen in der Schrannenhalle des Kemptener Rathauses.

17 gemeinnützige Stiftungen werden aktuell von der Stadt verwaltet, drei davon sind Träger sozialer Einrichtungen, die restlichen Vermögensstiftungen. Allein diese Vielzahl sei, so Kiechle, „ein Hinweis darauf, dass es immer wieder – auch in der heutigen Zeit – Menschen gibt, die bereit sind, erhebliche Eigenmittel für das Allgemeinwohl einzusetzen.“ So konnte er Stiftungsmittel in Gesamthöhe von 115.000 Euro für gemeinnützige Projekte unter- schiedlichster Vereine, Organisationen und Institutionen übergeben: Der Ausschüttungsbetrag in Höhe von 25.000 Euro der Protestantischen Waisenhausstiftung verteilte sich auf 13 Empfänger, darunter der Verein Frauen helfen Frauen, die Schuldnerberatung der Diakonie, das Stadtjugendamt sowie diverse Kindergärten und Kindertagesstätten; aus der Stipendienstiftungen verteilten sich insgesamt 7600 Euro an die Montessorischule Kempten, das Amt für Jugendarbeit und die Kemptener Hochschule – aus dem Topf bereits erfolgt sind Auszeichnungen besonderer schulischer Leistungen an weiterführenden Schulen sowie von Abiturienten der drei Kemptener Gymnasien; aus der Merkt’schen Veteranenstiftungen konnten 26.790 Euro an elf verschiedene Empfänger vergeben werden, darunter die Johanniter-Unfallhilfe, den VdK, das Amt für Jugendarbeit oder den Behindertenbeirat. 17 verschiedene Empfänger wurden mit einem Gesamtbetrag von 50.000 Euro aus der Dr. Rudolf-Zorn-Stiftung bedacht, unter anderem der Allgäuer Regionalverband für zeitgenössischen Tanz, die Sing- und Musikschule, die Theatergruppe Bühnentaucher und der Klein- kunstverein Klecks. Zusätzlich wird hieraus der Kunstpreis in Höhe von 3000 Euro im Rahmen der Allgäuer Festwoche vergeben. 

Traditionell stellte Kiechle eine der Stiftungen näher vor: Die Stipendienstiftung geht seinen Ausführungen zufolge bereits auf Personenstiftungen einzelner Kemptenerinnen und Kemptener ab dem 17. Jahrhundert zurück. Die Erträge seien damals „sehr spezifisch zu verwenden“ gewesen, zum Beispiel für „heimatberechtigte Theologiestudierende“. Auch die „langjährige Existenz zweier Städte im heutigen Stadtgebiet“ – die katholische Stiftsstadt und die evangelische Reichsstadt – habe sich zum Beispiel darin wiedergespie- gelt, dass die Stiftungsmittel „entsprechend konfessionsgebunden eingesetzt werden mussten“. Natürlich unter Wahrung der ursprünglichen Zwecke habe die Stipen- dienstiftung, nach allmählicher Zusammenlegung einer Vielzahl solcher Bürgerstiftungen, heute allerdings „einen überkonfessionellen Charakter“ und diene der Förderung von Aus- sowie Fortbildung von Schülern. Christine Tröger

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