Kiechles Wunsch zum neuen Jahr: Parkhaus an der Rottachstraße

Ausblick und Austausch

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OB Thomas Kiechle (links) begrüßt Alt-OB Dr. Ulrich Netzer und Ehefrau Heidi.

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des Rathauses. OB Thomas Kiechle hatte zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt geladen und nutzte die Gelegenheit, das Jahr 2016 regional und überregional Revue passieren zu lassen. Außerdem blickte er auf das neue Jahr, in dem er die Weichen für ein Parkhaus auf dem Parkplatz an der nördlichen Rottachstraße stellen lassen möchte, um mehr Parkraum nahe der Einkaufsinnenstadt zu schaffen.

Entwicklungen und Veränderungen in der Gesellschaft führen bei vielen zu einer spürbaren Verunsicherung und zu Sorgen über die Zukunft. Gerade in solchen Phasen müssen die Kommunen den Menschen unverändert Halt, Sicherheit und Geborgenheit geben. „Wir müssen immer direkt bei den Menschen sein“, betonte das Stadtoberhaupt. Deshalb wird heuer ein neues Soziale-Stadt-Projekt gestartet. „Nach den erfolgreichen Maßnahmen in Thingers und Sankt Mang wenden wir uns nun intensiv einem relativ großen Teil der Stadt zwischen Bühl und Iller zu.“ Dazu gehöre auch die ehemalige Artilleriekaserne. Dass solchen Arealen eine gute Nachnutzung zugeführt werden kann, beweisen die Fläche des früheren Kreiswehrersatzamtes, das neues Domizil der Firma Soloplan wird, und das ehemalige Fachsanitätszentrum am Haubensteigweg, indem die Sozialbau eine attraktive Mischung aus 42 Miet- und 30 Studentenwohnungen schaffen wird (der Kreisbote berichtete).

Zu einigen Themen wie Stadt- entwicklung, Ehrenamt und Vereine sowie das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ hatte Kiechle Gesprächsgäste geladen. So meinte Bahnhofsapotheken-Chef Dietmar Wolz hinsichtlich der Stadtentwicklung, dass „für uns die Sperrung der Bahnhofstraße nicht so glücklich ist“, da der Verkehrsabfluss über die Hirnbeinstraße nicht funktioniere. Zur Verbesserung des ÖPNV, ein Ziel des Mobilitätskonzepts, dessen Leitlinien der Stadtrat im Dezember einstimmig beschlossen hat, befürwortete Wolz das angedachte Jobticket, das auch für einige seiner Mitarbeiter eine gute Lösung wäre.

Neujahrsempfang der Stadt Kempten

Ein weiterer Gesprächspartner war Markus Lechner, Geschäftsführer der Firma Kasasi, die im vergangenen Jahr ihren Neubau in der Stiftsbleiche bezogen hat. Für das Unternehmen, das Software-Lösungen erarbeitet, ist die Hochschule Kempten ein wichtiger Faktor, denn laut Lechner sind fast 50 Prozent der 40 Mitarbeiter über die Hochschule ins Unternehmen gekommen.

Josef Beer, 1. Schützenmeister der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft Kempten, die 2016 ihr 550-jähriges Bestehen feierte, blickte im Gespräch mit Kiechle auf das Jubiläumsjahr zurück und der katholische Dekan Dr. Bernhard Ehler und der evangelische Dekan Jörg Dittmar gingen auf das Jahresprogramm des Reformations-Jubiläumsjahres ein.

Kleinere und größere Gesprächsrunden schlossen sich an den offiziellen Teil des Abends an und boten den Gästen Gelegenheit zum umfassenden Austausch. 

Melanie Weidle

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