Maskenlust statt Maskenfrust

Kinder präsentieren Masken ihres vhs-Workshops

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Mit wenigen Mitteln einer Figur Ausdruck verleihen, geschieht hier beim Hirtenjungen nur mit einer einfachen Halbmaske und einem Stecken.

Kempten – Mal nicht den verordneten Mund-Nasen-Schutz sondern eine selbstgebastelte Maske tragen, die Ausdruck der eigenen Phantasie ist, das bereitete zwölf Kindern ein schönes Glücksgefühl.

Die Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren fertigten im Rahmen des talentCAMPus „Interkultureller Maskentheater-Workshop“ Halbmasken in einem Kurs an, der von der vhs-Kempten in der Sing- und Musikschule organisiert und abgehalten wurde.

Gefördert wurde der kostenfreie, fünftägige Workshop unter der Leitung von zwei Figurenspielerinnen des Theater Ferdinande aus dem Programm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit seinem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ außerschulische Projekte insbesondere der kulturellen Bildung. Diese sollen Kindern und Jugendlichen neue Bildungschancen eröffnen und Neues und Kreatives vermitteln.
  
Kreativität fördern 

Ziel dieses Kurses war es, jungen Menschen im Alter von zehn bis 14 Jahren aus verschiedenen Kulturen einen gemeinsamen kreativen Prozess zu ermöglichen. Dieser sollte durch gestalterisches Tun Kindern die Möglichkeit geben, ungekannte Fähigkeiten an sich selbst zu entdecken, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Beim Anfertigen der Masken wurde zum Teil paarweise gearbeitet, was wiederum die soziale Kompetenz der Beteiligten förderte. Und vor allem beim Ideenaustausch für die szenische Umsetzung – innerhalb der ganzen Gruppe – wurden kommunikative Fähigkeiten gefördert. Letztlich konnten im Proben der verschiedenen Möglichkeiten des Masken-Spiels intensive, oft auch lustige und verbindende Momente entstehen. 

Die beiden Figurenspieler -innen Anke Leupold und
Elke Gehring vom Theater Ferdinande, die jahrelange Erfahrung im Figuren- und Maskenbau mitbringen, begleiteten die Teilnehmenden in den verschiedenen Arbeitsschritten bis zur individuell gestalteten Halbmaske. Sie vermitteln die Basics im Spiel, von der eigenen Bewegung bis zur sprachlichen Gestaltung im Agieren mit den anderen Spielern. Bei der Abschlussdarbietung auf der Bühne der Sing- und Musikschule mussten die Kinder zwar corona -bedingt Abstand halten, zeigten aber trotzdem Freude an einem Rollenspiel mit u.a. Tieren, einer Hexe, einem Hirten und einem Detektiv. 

Aufgrund der großen Nachfrage bietet die vhs den „Interkulturellen Maskentheater-Workshop“ nochmals in der letzten Sommerferienwoche von Montag, 31., bis Freitag, 4. September, an! Anmeldung über www. vhs-kempten.de

Jörg Spielberg

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