Strahlende Gesichter bei den Isnyern – Kaiserwetter für die ehemals Freie Reichsstadt

Perfekter Ablauf beim Kinderfest

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Auf der Familienspielwiese war das ganze Wochenende über viel geboten.

Isny – Nicht nur am Eröffnungsabend des diesjährigen Kinder- und Heimatfestes, sondern gleich auch noch Samstag und Sonntag war das Wetter nur ein Thema, wenn man sagen wollte, wie sehr man sich darüber freut. So hat man sich den Ablauf vorgestellt und der Festwirt ist damit sicher auch zufrieden gewesen. Ob beim Bieranstich oder beim Isny Lied, vorgetragen von Alessandro Cropanese, die Stimmung war immer perfekt.

Im Kurhaus am Park war das erste große Ereignis am Freitagabend der Auftritt der Isnyer Schulen, die in diesem Jahr wieder zusammen den Eröffnungsabend gestalteten. Thomas Fritz als Vorsitzender der Kinderfest-Kommission begrüßte kurz die Gäste und dann war für den Abend der Leiter der Werkrealschule Wolfgang Grimm Moderator der Veranstaltung.

Der Kinderchor der Grundschule Neutrauchburg begann mit einigen Liedern, die fröhlich und überzeugend vorgetragen wurden. Am Tag der offenen Tür hatten die Schüler der Werkrealschule das Musical „Die Träume des Morpheus“ aufgeführt und in einer etwas gekürzten Version aber mit genau so viel gesanglichem Einsatz wurde die Geschichte um Ausgrenzung und Einsicht aufgeführt. Die Grundschule am Rain hatte die Orff-Instrumentalgruppe weiter geführt und auch in diesem Jahr einen überzeugenden Auftritt hingelegt. Ganz schnuckelig ist die Bläsergruppe der Grundschule am Rain. Da sind einige der Instrumente fast noch größer als die Kinder. Fast schon als stimmgewaltig einzustufen war der Gesamtchor von Grundschule und Jugendmusikschule mit seinen Sommerliedern.

Mit einem Turbo-Musical im Zusammenschnitt und ebenfalls mit viel Stimmeinsatz war die Realschule mit etwas Bauchgefühl und „Keine Zeit“ am Abschluss der Veranstaltung auch noch zum Zuge gekommen. Da blieb dem Moderator nur noch, allen ein schönes Kinderfest zu wünschen, Erwin Kottmann für die Gestaltung des Abends zu danken und sich dann mit allen anderen auf den Weg zum Festplatz zu machen.

An allen vier Abenden war auch im Festzelt mit seinen 2000 Plätzen die Stimmung auf dem jeweiligen Höhepunkt. Freitags die Dirndl- und Lederhosen-Party, Samstag Stimmungsabend mit drei verschiedenen Musikkapellen, die nacheinander ihre Auftritte hatten, Sonntag wieder Dirndl- und Lederhosenparty mit „Losamol Mundart“ und am Montag dann der Isnyer Talent- schuppen. Das war nur das Innenprogramm. Das bei diesem „Kaiserwetter“ viele Gäste draußen auf dem Festplatz saßen liegt in der Natur der Dinge. Es geht doch nichts über ein kühles Bier, laue Luft und ein Gespräch unter Freunden. Wie in der Tradition ablaufend, waren die Kapellen und die Kinderfest- trommler am Sonntag und am Montag zum Weckruf in der ganzen Stadt unterwegs und auch der ökumenische Gottesdienst um 10 Uhr ist ein immer wiederkehrendes Ereignis.

Genau wie der Empfang der Ehrengäste und besonders verdienter Bürger, die sich seit Jahren um das Kinder- und Heimatfest kümmern, am Sonntag um 12 Uhr im Hof des Rathauses. Das ist der Zeitpunkt für die Rede des Bürgermeisters, der auf diesem Wege allen seinen Dank aussprechen möchte. Sein Rückblick auf Isnys Geschichte von der Klostergründung bis hin zur Verleihung der Stadtrechte durch den Kaiser vor nunmehr 650 Jahren streifte alles. Ein kurzer Ausflug in die Kommunalpolitik war ebenfalls dabei. Mitten in der Stadtsanierung, mitten in der Umgestaltung des Marktplatzes und mitten in der Neugestaltung eines ganzen „Quartiers“ konnte Rainer Magenreuter auch einigen Bürgern Lob zusprechen. Der ehemalige Gemeindepräsident aus Flawil wurde besonders geehrt. Er war mit dabei, wenn es um Partnerschaft ging und hat in den 17 Jahren seiner Amtszeit fast 50.000 Kilometer zwischen Isny und Flawil zurückgelegt. Der Umzug am Sonntag ab 14 Uhr war auch problemlos und trocken vonstattengegangen und die durstigen Teilnehmer, ob Kinder oder Erwachsene trafen sich auf dem Festplatz wieder. Vieles ist auch für die Kinder im preiswerteren Angebot und von der Familienspielwiese am Kurhaus bis zum Kletterbaum und den Möglichkeiten bei Adlerschießen mit der Armbrust oder den Fußballspielen im Stadion. Alles war gegeben, damit es eben auch ein Kinderfest bleiben soll, denn das war der ursprüngliche Gedanke als man 1620 über das erste Kinderfest berichtete.

Ganz stark in der Vergangenheit verwurzelt ist auch die Veranstaltung am Montagmorgen, wenn sich die Handwerkszünfte im großen Festzelt versammeln und in der Traditionsbewahrung ihre Aufgabe sehen. Das Isnyer Kinder- und Heimatfest ist einer der großen Höhepunkte in jedem Jahr und wird es hoffentlich auch noch lange bleiben.

Manfred Schubert

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