Großes Gerangel 

Die vielen Kindergarten-Anmeldungen lassen sogar über "Not"-Gruppen nachdenken

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Heiß begehrt sind derzeit Kindergartenplätze für das neue Jahr. Ob wohl alle auf der Liste des Bambini-Park (im Bild) aufgenommen werden können?

Kempten – Auch wenn rund 70 Prozent der Eltern ihre Kinder bis zum Alter von drei Jahren noch zuhause betreuen, spätestens zum Ende der Elternzeit beginnt für die Kleinen der Start im Kindergarten. Aktuell laufen in Kempten noch die Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr. Und in den KiTas wird fleißig gerechnet, doch in vielen Einrichtungen muss man feststellen: Längst nicht alle Kinder auf der Liste können voraussichtlich aufgenommen werden.

Die Stadt kennt das Dilemma mit den fehlenden Plätzen. Von 2019 bis 2024 fehlen in Kempten 500 Kindergartenplätze und 170 Kinderkrippenplätze. Und seit 2013 haben Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ein- und zweijährige Kinder. So wird gerade fieberhaft versucht, die fehlenden Plätze zu schaffen. „Priorität eins im Investitionsprogramm der Stadt haben die Kindertagesstätten“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Kiechle dazu.

Und auch Eltern, die sich des Kindergartenplatzes in ihrer Wunsch-Einrichtung schon sicher waren, bangen derzeit noch. Wer sein Kind bis dato Zuhause betreut hat, muss trotz Geschwisterkind im Kindergarten auf einen der wenigen freie Plätze hoffen. Aktuelles Beispiel ist die Kita Franziskus im Kemptener Westen: Hier wechseln nur 18 Kinder in die Schule. Aus der Einrichtung selbst rücken fast genauso viele Krippen-Kinder in den Kindergarten nach. Und die umliegenden Kindergärten sind ebenfalls „ausgebucht“.

Iniga Kronmüller, Leiterin der Kita Franziskus stöhnt deshalb bei der Nachfrage, wie es bei ihr denn ausschaue. Sie stehe wie jedes Jahr vor der Mammutaufgabe, die vorhandenen Plätze „möglichst gerecht“ auf die vielen Anfragen zu verteilen. Ihre Hoffnung ist eine von der Stadt angedachte „Notgruppe“ auf dem Gelände, um weitere 25 Plätze zu schaffen. Hier werden aktuell mit der Stadt die Möglichkeiten geprüft. Kronmüller jedenfalls hofft inständig auf diese „Not“-Lösung für das kommenden KiTa-Jahr, damit sie zumindest ein paar Kindern auf ihrer langen Warteliste einen Platz anbieten kann. Zukünftig soll dann ein Anbau die dringend benötigte zusätzliche Kindergartengruppe aufnehmen. Dieser befinde sich jedoch noch in der Planungsphase.

Wer sich also bisher noch nicht um einen Kindergarten-Platz für September gekümmert hat, sollte schnell tätig werden. „Um bei der Platzvergabe für September 2019 berücksichtigt zu werden, empfehlen wir den Eltern, sich in allen Einrichtung vormerken zu lassen, die für die Familie in Frage kommen“, sagt Ramona Höld von Amt für Kindertagesstätten. Dadurch bestehe die größtmögliche Wahrscheinlichkeit, einen entsprechenden Platz zu ergattern. „Familien, die bis Mitte April keine Zusage erhalten haben, können sich gerne an das Amt für Kindertagesstätten, Schulen und Sport wenden und erhalten dort Unterstützung bei der Platzsuche“, so Höld.

Eine Liste mit allen möglichen Einrichtungen und die Broschüre „Kindertagesstätten in Kempten“ gibt es auf www.kempten.de.

Steffi Koller

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