Kindergarten Oberlinhaus zieht um

Die Mädchen und Buben (hier die Krippengruppe „Wölkchen“) fühlen sich dank der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sehr wohl in ihrer neuen Bleibe. Foto: moriprint

Über 280 Umzugskartons hatten die Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und zahlreiche helfende Hände vor Weihnachten im Oberlinhaus gepackt. Inzwischen sind diese an der Lenzfrieder Straße im Kindergarten St. Anna längst wieder ausgepackt worden. Die Mädchen und Buben der Kindertagesstätte und der Kinderkrippe der Diakonie Kempten Allgäu freuen sich über das „neue“ Haus – auch wenn das schon eine lange Geschichte hinter sich hat. „Den Kindern gefällt es hier“, ist Leiterin Susanne Balaz sichtlich eine Last von den Schultern gefallen. „Sogar die An- und Abfahrt mit dem Bus von der Haltestelle Christi Himmelfahrt zum St. Annaheim und zurück ist jedes Mal ein neues kleines Abenteuer für sie.“

Der Grund für den Umzug vom Freudental nach Lenzfried: Das Gebäude der Kindertagesstätte Oberlinhaus ist völlig marode und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Der Architektenwettbewerb ist bereits abgeschlossen und in den nächsten Wochen soll das alte Haus abgerissen werden und der Neubau mit einem traditionellen Spatenstich starten. Im Juni/Juli 2013 soll das neue Gebäude im Freudental dann bezugsfertig sein. Und genau für diese Zwischenzeit benötigte das komplette Oberlinhaus ein Ersatzzuhause. Um es für die Kinder nett zu gestalten, hatte der Elternbeirat die verschiedenen Räume selbst farblich gestaltet. Die Farbe dazu sponserte der Malerbetrieb Helmut Ambrosch. Aus dem Garten wurden nicht kindgerechte Utensilien entfernt. Untergebracht sind in dem ehemaligen St. Annaheim nun zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 51 Kindern sowie zwei Krippengruppen mit 24 Kleinkindern. "Tolle Atmosphäre" Während die Krippenkinder ihr Domizil im Erdgeschoss haben, einschließlich Eß-, Schlafplatz und „Schnullerbord“, sind die Gruppenräume der „Großen“ im 1. Stock. „Die knarrenden Stufen und der Fußboden sind etwas ungewohnt – aber das Haus hat eine tolle Atmosphäre“, ist Leiterin Susanne Balaz froh über die Interimslösung. „Der Bedarf an Krippenplätzen ist immer noch sehr hoch“, so die Oberlin-Leiterin. Die Stadt Kempten habe hier wirklich ein Herz für die Familien, meinte. Sie. Auch sei das Ansehen der Krippen aufgrund der guten pädagogischen Führung und Förderung in der Bevölkerung sehr gestiegen.

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