Anfeindungen wegen Tempolimit

Verwirrung um 30er-Beschilderung

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Das Verkehrsschild vor dem Kindergarten in Seltmanns, das die Gemüter erregt.

Weitnau/Seltmans – Vor fast sechs Jahren wurde der Kindergarten in Seltmans gebaut. Nun gilt dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. „Der Antrag wurde nicht von uns gestellt“, klärt Gisela Reich, Erzieherin im Kindergarten, auf.

Denn leider sei es deswegen schon zu Anfeindungen gegenüber dem Kindergarten gekommen.

„Viele sind sauer auf den Kindergarten, weil sie jetzt abbremsen müssen, dabei können wir gar nichts dafür.“ Vielmehr kam der Vorschlag für das Tempolimit bereits in der Gemeinderatssitzung Anfang Juni von Bürgermeister Alexander Streicher, denn seit Mai gilt eine neue Verwaltungsvorschrift über die Geschwindigkeit vor Schulen und Kindergärten.

Für Unsicherheit sorgt für viele, dass keine Aufhebungsschilder zu finden sind. Die Straßenverkehrsbehörde sagt dazu folgendes: Da das Tempolimit mit einem Gefahrenhinweisschild versehen ist, gilt es demnach so lange, bis das entsprechende Gegenstück auf der Gegenfahrbahn überwunden wurde. Grundsätzlich sei es möglich, den Gefahrenbereich maximal 150 Meter in beide Richtungen vor der Gefahrenstelle auszuweisen und die Geschwindigkeitsbegrenzung anzuordnen. In der StVO Anlage 2 zu §41 Abs. 1 lfd. Nr. 55 heißt es dazu: „(Das Ende) ist (…) nicht gekennzeichnet, wenn das Verbotszeichen zusammen mit einem Gefahrenzeichen angebracht ist und sich aus der Örtlichkeit zweifelsfrei ergibt, von wo an die angezeigte Gefahr nicht mehr besteht.“

Damit ist es nicht notwendig, bis zum Ortsausgang oder bis zur nächsten Kreuzung 30 km/h zu fahren. Die gleiche Regelung gilt übrigens auch bei Baustellen, sofern diese mit einem Gefahrenschild ausgewiesen sind.

Bianka Hauck

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