"Kinderaugen sollen leuchten"

Einzigartiges Kinderhaus Waltenhofen feiert Richtfest

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Noch verhüllen Planen den Rohbau der neuen Kinderkrippe der Gemeinde Waltenhofen. Dabei entsteht gegenüber der Mehrzweckhalle eine architektonische Besonderheit. Die Krippe wird ausschließlich aus Oberallgäuer Fichtenholz bestehen, das während einer Mondholzphase geschlagen wurde.

Waltenhofen – Dieses Kinderhaus wird etwas ganz Besonderes werden. Das Holz der Bäume, das für diese in Holzbauweise errichtete Kinderkrippe verbaut wurde, stammt ausschließlich aus dem Oberallgäu und wurden zur passenden Mondphase geschlagen.

Das Fichtenholz wurde anschließend von der Firma Weihele Holz GmbH aus Görisried verarbeitet und zum Einbau vor Ort in Waltenhofen vorbereitet. Dort haben es die Männer rund um den Zimmermeister Walter Stark von der Firma Holzbau Buhmann aus Weitnau zum Rohbau fachmännisch zusammengezimmert. Das Architekturbüro f64 aus Kempten konnte sich bei der Ausschreibung um den Neubau bei den Entscheidungsträgern durchsetzen und lieferte das einzigartige Konzept eines Nutzhauses, das lediglich aus Fichtenholz und drei Stahlträgern besteht. Wichtig war allen Akteuren, vom Bauherrn bis zu den ausführenden Fachbetrieben, die gesamte Wertschöpfungskette in der Region zu belassen. So ist der Neubau unter anderem auch ein Musterprojekt des Holzforum Allgäu e.V. geworden.

Freudig konnte nun am Freitag vergangener Woche vis à vis der Mehrzweckhalle Waltenhofen in Anwesenheit unter anderem vom 1. Bürgermeister Eckhard Harscher, dem Bauamtsleiter der Gemeinde, Klaus Häger, dem Gemeinderat Hans Jordan und den zukünftigen Erzieherinnen der Kinderkrippe Richtfest gefeiert werden. „Dieses Haus soll Kinderaugen zum Leuchten bringen und Kinderlachen hörbar machen“, so wünschte es der Zimmermeister Walter Stark den rund 30 Anwesenden in seinem Richtspruch. Harscher bedankte sich in seiner Rede bei allen Beteiligten und konnte bereits von vielen interessierten Nachfragen, unter anderem auch aus Baden-Württemberg, in Bezug auf die Bauweise der Kinderkrippe berichten.

„Mit der Errichtung dieser Kinderkrippe in Holzbauweise haben wir ein architektonisches Zeichen gesetzt und sind zu einer Art Leuchtturmprojekt geworden“, sagte der Bürgermeister selbstbewusst. „Und ich möchte hinzufügen, dass ich der festen Überzeugung bin, dass dieses Haus lange beständig sein wird.“ Vier Millionen Euro wird der Neubau am Ende gekostet haben, bezahlt wird dieser mit Mitteln aus dem Gemeindehaushalt und Zuschüssen des Landes Schwaben. „Der hohe Zuzug, bedingt unter anderem durch das Baugebiet am ‚Illerbogen‘ in Hegge und die Einführung einer gesetzlichen Pflicht zur Bereitstellung von Kinderkrippenplätzen durch die Gemeinde, ließen uns keine Spielräume und wir beschlossen zu handeln“, so Bauamtsleiter Häger im Gespräch.

Dass sich das Ergebnis sehen lassen kann, davon konnten sich die rund 30 geladenen Gäste des Richtfestes bei einem Rundgang unter den Ausführungen des Architekten Philip Leube vom Architekturbüro f64 überzeugen. Ab September 2018 werden in den behaglichen und doch großzügigen Räumen die Kinderaugen von fünf geplanten Kindergruppen strahlen und von außen wird beim Vorbeigehen fröhliches Kinderlachen zu vernehmen sein.

Jörg Spielberg

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