Veränderte Ausgangslage

Neue Struktur in St.-Nikolaus

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Statt Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort gibt es in der Kita St.-Nikolaus künftig Kinderkrippe sowie altergeöffnete Kindergarten und -hortgruppen.

Kempten – Konzeptionelle Veränderungen strebt die Kindertagesstätte St.-Nikolaus ab dem kommenden Kindergartenjahr 2013/2014 an.

Die derzeit bestehenden zwei Kindergartengruppen sollen in zwei altersgeöffnete Kindergartengruppen und die zwei Hortgruppen in zwei altersgemischte Kindergarten bzw. Hortgruppen umgewandelt werden. Der Jugendhilfeausschuss segnete das Vorhaben einhellig ab.

Grund für die geplanten Änderungen ist die Lage im Hortbereich, die sich durch die Schaffung von Ganztagsklassen und durch den schleichenden Rückgang der Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren merklich verändert hat, wie Birgitt Richter, Leiterin des Amts für Kindertagesstätten, Schulen und Sport, erläuterte. Die Einrichtung rechnet ab Schuljahresbeginn 2013/14 mit einem erheblichen Einbruch der Kinderzahlen für den Hortbereich, im Gegensatz dazu liegen zahlreiche Anfragen für den U3-Bereich vor, die derzeit nicht befriedigt werden können, obwohl es bereits zwei Krippengruppen in St.-Nikolaus gibt. Um auf die veränderten Bedingungen zu reagieren, strebt die Kita eine konzeptionelle Änderung an. Diese sieht vor, dass ab September die bisherigen Kindergarten- und Hortgruppen in altersgemischte Gruppen umgewandelt werden. Die beiden Krippengruppen, die im zweiten Obergeschoss untergebracht sind, sind davon nicht betroffen und bleiben weiterhin bestehen.

Geplant ist, im ersten Obergeschoss zwei altersgemischte Kindergarten- bzw. Hortgruppen mit jeweils 25 Kindern zu betreuen. Hier sollen insbesondere Vorschulkinder und Hortkinder zusammengefasst werden. Die Gruppen werden nach Alter der Kinder eingeteilt, sodass nicht Vierjährige mit 13-Jährigen in einer Gruppe sind, wie Richter auf Anfrage von SPD-Stadtrat Siegfried Oberdörfer erklärte.

Im Erdgeschoss sollen zwei altersgeöffnete Kindergartengruppen entstehen, die Platz bieten für 30 Kinder über drei und zehn Kindern ab zwei Jahren. Um auf dringende Notfälle reagieren zu können, werden zwei zusätzliche U3-Pufferplätze eingeplant. „Durch diese bewusste Altersmischung könnte die Kindertagesstätte den Charakter des Kinderhauses beibehalten, das heißt, den Eltern nach wie vor ein durchgängiges Betreuungskonzept vom Kleinstkind- bis zum Schulalter anbieten“, so Amtsleiterin Richter.

Anpassungsarbeiten

Für das geänderte Konzept muss im Erdgeschoss noch der Sanitärbereich saniert werden und im künftigen Schlafraum eine Lüftungsanlage eingebaut werden. Auch in Sachen Brandschutz müssen noch Maßnahmen erfolgen. Die Kosten dafür werden auf rund 200 000 Euro geschätzt. Über das Förderprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ könn- ten rund 70 Prozent der auf den U3-Bereich entfallenden Baukosten abgedeckt werden, außerdem kann eine Ausstattungspauschale von 1250 Euro pro U3-Platz geltend gemacht werden. Die Restkosten werden über den Stiftungshaushalt beglichen.  Melanie Läufle

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