Die Krippe nimmt Form an

Der Rohbau steht schon

+
„Wisst Ihr wann Richtfest gefeiert wird?“ fragte OB Dr. Ulrich Netzer in Anwesenheit der Kindertagesstättenleiterin Margit Neher (links) die Kinder anlässlich der Fertigstellung des Rohbaus für die neue Krippe.

Kempten – „Wisst ihr denn eigentlich, wann genau auf einer Baustelle ein Richtfest gefeiert wird?“ fragte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Freitagnachmittag die versammelten „Zwergerl“ der Kindertagesstätte „Im Wiesengrund“ in St.-Mang. „Wenn es nicht mehr reinregnet“, antworteten die Kleinen und Netzer entgegnete: „Das stimmt. Wenn das Dach fertiggestellt ist, wird Richtfest gefeiert und der Richtspruch gehalten.“ Das taten dann anschließend auch drei Zimmersleut, zogen den geschmückten Baum auf das erst kürzlich fertiggestellte Dach empor und errichteten diesen als Zeichen der Vollendung eines ersten Bauabschnitts zum Anbau einer Kinderkrippe an die bestehende Kindertagesstätte.

Und es schien so, dass sich insbesondere die kleinen Besucher des Kindergartens schon auf ihren jüngeren „Zuwachs“ freuen würden, schlossen sie die Kinder der zukünftigen Kinderkrippe doch schon einmal in den Refrain ihres vorgetragenen Ständchens liebevoll ein: „Im Kindergarten und in der Krippe fangen alle einmal klein an…“. Gewidmet war die musikalische Darbietung den Bauleuten und Verantwortlichen der Stadt Kempten, neben Netzer und Bürgermeister Josef Mayr, den Damen und Herren der zuständigen städtischen Behörden wie Jugendreferent Benedikt Mayer und Hochbau- amtsleiter Hans Henkel.

Platz für 15 Kinder

Im Frühjahr 2013 soll es dann soweit sein. Neben den 100 Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren, die die Kindertagesstätte „Im Wiesengrund“ in vier Gruppen aktuell besuchen, werden dann auch 15 unter dreijährige Kinder in der fertiggestellten Kinderkrippe aufgenommen. „Unser Angebot an Eltern und Mütter reicht von einer zeitlichen Aufnahme der Kinder für vier bis zehn Stunden am Tag“, so Kindertagesstättenleiterin Margit Neher im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Rund 80 Euro wird es monatlich kosten, wenn das eigene Kind dort für vier Stunden täglich umsorgt und betreut wird. Hier greift dann das neue Betreuungsgeld, das jüngst als Gesetz den Bundestag passierte – betroffene Eltern und Mütter erhalten fortan zu diesen Kosten einen Zuschuss von monatlich 50 Euro, der über die Kinderkrippe verrechnet wird.

„Natürlich wird auch unser Personalbestand an Betreuerinnen und Erzieherinnen aufgestockt, denn die Fürsorge um Kinder in diesen jungen Jahren bedarf besonderer Kenntnisse und gestaltet sich natürlich anders, als Beschäftigung mit Kindern, die bereits sprechen und laufen können und sich selbst reflektieren“, so Neher weiter.

Bauherrin der Krippe ist die Stadt, die für den Anbau eine Summe von insgesamt 532 000 Euro zur Verfügung stellte und die laut Netzer natürlich von allen Bürgern der Stadt erbracht wurde. Geplant sind mehrere solcher Kinderkrippen und wenn es baulich möglich ist, sollen diese in unmittelbarer Nähe der bestehenden Kindertagesstätten entstehen. Somit ist gewährleistet, dass Kinder bereits in der Krippe an ihr späteres Umfeld der Kindertagesstätte gewöhnt werden.   

Jörg Spielberg

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Bauchtanz, Ballett und Bastelei
Bauchtanz, Ballett und Bastelei
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Indien trifft Allgäu
Indien trifft Allgäu

Kommentare