Klares Bekenntnis

Als einer der Höhepunkte der Allgäuer Festwoche lockt die Kunstausstellung jedes Jahr zahlreiche Besucher in den Hofgarten. Zur Jubiläumseröffnung drängten sich gut 800 Menschen im Residenzhof, um die jüngst gekürten Preisträger bei der Verleihung auf der Bühne zu sehen, ausgefallene Musik zu hören, einen menschennahen Minister Dr. Wolfgang Heubisch zu erleben, und natürlich die 77 ausgewählten Werke in der Ausstellung zu begutachten.

Als „Hingucker“ flanierten drei fürstlich gewandete „Stelzer“ anmutig grüßend durch die Menge. In lockerem Plauderton geleitete Bettina Ahne, Moderatorin beim BR, ihre Bühnengäste anmutig durch das kurzweilige Programm. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) hob die Kunstausstellung als wichtigen Bestandteil im Kemptener und Allgäuer Kulturjahr hervor. Sie spiele, wie auch die Kunst selbst, eine zunehemend wichtige Rolle „als Kommunikationsort und Kommunikationsplattform“, was auch künftig so bleiben solle. Besonders den freien Künstlern, die „für unsere Gesellschaft etwas besonderes darstellen“, sagte der Ehrengast Heubisch seine Unterstützung zu. Es sei ein Bereich, aus dem sich der Staat „bewusst nicht zurückzieht“, auch wenn das Geld immer zu wenig sei, machte er ein in Bayern „klares Bekenntnis zur Kulturförderung“ deutlich. Aus seiner Hand nahm Antonie Scherer den Förderpreis aus der Rudolf-Zorn-Stiftung für ihre Monotypie „ankommen“ entgegen. Den Thomas-Dachser-Gedenkpreis überreichte Annemarie Simon als Vertreterin der Firma an die Künstlerin Angelika Lohr. Die beiden Gemälde „bringen uns in einen Dialog“, der durch den Ankauf der beiden ausgezeichneten Werke „Landmannalaugar“ und „Fire & Ice IV“ im Unternehmen fortgesetzt werden solle, wie sie bekannt gab. Mit einer spaßigen Aktion endete die Überreichung des Kunstpreises der Stadt Kempten, den OB Netzer an den Künstler Stefan Winkler für seine beiden Selbstporträts „Ich will auch!“, das den Künstler mit einer roten Clownsnase zeigt, und „Geister“ überreichte. Zum Schluss standen alle auf der Bühne mit einer großen roten Nase im Gesicht, während die „Stelzer“ zur allgemeinen Erheiterung auch welche ans Publikum verteilten. Gut kamen die ausgefallenen musikalischen Intermezzi von Samuel Wootton am Marimbaphon mit dem Duo „Südwind“ und dem Künstler und Musiker Karl K. Maurer an seinem selbstgebauten Kubophon an. Die 60. Kunstausstellung im Rahmen der Jubiläumsfestwoche kann bis zum 13. September im Hofgartensaal täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Mehr zur Ausstellung lesen Sie im nächsten KREISBOTE.

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