Kleine und große Pflastersteine

In etwa so wie die Musterfläche im Vordergrund soll der Hildegardplatz künftig aussehen. Die kleineren Pflastersteine (links) werden für die Fahrbahn, die Parkflächen am Platz und die Stellplätze am Kirchberg verwendet, die größeren Formate (rechts) für die Platzfläche und die Gehwege. Foto: Läufle

Die Entscheidung für den künftigen Pflasterbelag des Hildegardplatzes ist gefallen: Während für die Platzfläche größere Pflasterformate verwendet werden, wird die Fahrbahn mit kleineren befestigt. Dadurch soll auch der Unterschied von Platz und Fahrbahn deutlich werden.

Nachdem sich der Bauausschuss am Dienstagnachmittag die neu verlegten Musterflächen am Residenzplatz angesehen hat, wurden in der anschließenden Sitzung die Formate beschlossen. Wie berichtet, soll die gesamte Oberfläche des Platzes mit grau/gelbem Granitpflaster im Verhältnis 60 zu 40 Prozent befestigt werden. Während Bauverwaltung und Stadträte mit den ersten Musterflächen noch nicht ganz zufrieden waren, entsprach die neue Bemusterung jetzt ihren Vorstellungen. Platzfläche und Gehwege werden mit drei verschiedenen größeren Pflasterformaten (ca. 38x38 cm, 25x25 cm und 25x38) in gebundener Bauweise mit geschlossenen Fugen befestigt. Die Pflastersteine werden gebrochene Kanten haben, so dass mal breitere und mal engere Fugen entstehen. Dadurch erreichte man eine gewisse Lebendigkeit im historischen Umfeld, erläuterte Baureferentin Monika Beltinger. Mit den kleineren Pflasterformaten (14x14 cm, 21,5x14 cm und 21,5x21,5 cm) wird die Fahrbahn in gebundener Bauweise befestigt. Für die Parkflächen auf dem Platz und die Stellplätze am Kirchberg werden ebenfalls die kleineren Formate, jedoch in ungebundener Bauweise, mit einem Sand-Fugengemisch, verwendet. „Die kleineren Pflastersteine passen dazu, insbesondere im Übergang zur bestehenden Pflasterfläche am Residenzplatz“, meinte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. Wie und wo genau der Übergang vom Hildegardplatz zum Residenzplatz erfolgt, ist noch nicht ganz klar. Nach langen Überlegungen und Diskussionen tendiert die Bauverwaltung derzeit dazu, das neue Pflaster fast bis zur Residenz und auch ein gutes Stück Richtung Zumsteinhaus zu verlegen. Eine endgültige Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen, denn „die Schnittstelle ist heikel und wird prägend sein“, unterstrich OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Thomas Kiechle (CSU) war sich nicht sicher, ob man Platz und Fahrbahn wirklich gut unterscheiden kann. Baureferentin Beltinger erklärte jedoch, dass der Unterschied aufgrund der verschiedenen Pflastergrößen, Rinne und Homburger Kante (kleiner Versatz) schon erkennbar sein wird. Der Bauausschuss beschloss einstimmig die verschiedenen Pflasterformate. Somit kann die Bauverwaltung die Arbeiten jetzt ausschreiben und entsprechenden Angebote einholen. Mit der Umgestaltung des Platzes soll im Frühjahr 2013 begonnen werden.

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