Ein kleiner Erfolg

Mit dem Blendermast hätten die Rettungskräfte teilweise schlechten Empfang.

Nachdem Mitte Januar eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Mobilfunk-Suchkreis „Betzigau“ stattgefunden hatte, beschloss der Bauausschuss am Dienstag vergangener Woche einstimmig den laut Umweltinstitut München günstigsten Standort. Der liegt in unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss Betzigau (der KREISBOTE berichtete) und ist auf Grund der zu erwartenden Immissionen und der guten funktechnischen Versorgung der geeignetste Standort für den erforderlichen Mastneubau.

Wie Antje Schlüter, Leiterin des Kemptener Stadtplanungsamts, am Dienstag im Bauausschuss erläuterte, soll ein viereckiger Stahlgittermast mit gleichbleibender Breite von 1,50 auf 1,50 Meter und 30 Meter Höhe gebaut werden. Weiter gab die Amtsleiterin bekannt, dass die Telekom zwei ihrer GSM-Standorte um UMTS erweitern möchte. So sollen der Mast auf dem Hochhaus Wiesstraße 1 und der Hochspannungsmast nahe Haßberg/Rockhöflings durch UMTS-Antennen erweitert werden. Beide Standorte überprüfte das Umweltinstitut München in einer ersten Einschätzung und stellte fest, dass sie auf Grund ihrer Höhe aus immissionsrelevanten Gesichtspunkten günstige Standorte sind. Bessere Alternativen gibt es in unmittelbarer Umgebung nicht. Keine Verbindung Hinsichtlich der beiden im Dezember vorgestellten BOS-Standorte am Mariaberg und in Letten hatte Elisabeth Slavicek (Grüne/FL) beantragt, ob der Mast am Mariaberg nicht auf den Blender verlegt werden könnte. Das ist allerdings nicht möglich, da von dort aus keine ausreichende Funkverbindung für Rettungskräfte in Häusern bestünde, erklärte Schlüter. Bei einer Versorgung vom Mariaberg aus ist dagegen fast im gesamten Stadtgebiet Funkverkehr innerhalb von Gebäuden in Kopfhöhe möglich. Ein kleiner Erfolg konnte beim BOS-Standort Mariaberg dennoch erzielt werden. Der 40 Meter hohe Funkmast wird jetzt doch nicht vor einem geschätzten Wanderweg angebracht, sondern auf ein Stiftungsgrundstück der Stadt Kempten im Wald verlegt. „Dadurch ist er nicht mehr so sichtbar“, frohlockte Schlüter.

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