Klimaschutz verwurzeln

Wildpoldsrieder Grundschüler pflanzen Bäume für das Klima

Klima-Aktion an der Grundschule Wildpoldsried mit Trommelgruppe, Schülern, Bernd Brunner, Renate Deniffel und Peter Taufratshofer.
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Klima-Aktion mit der Grundschule Wildpoldsried: v. Trummelgruppe von Markus Noichl mit Lehrerin Vera Klinger (2.v.r.), h.v.l.n.r. Schüler und Schülerinnen der Grundschule Wildpoldsried, Bernd Brunner, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Renate Deniffel, Bürgermeisterin, und Peter Taufratshofer, Vorsitzender des Gartenbauvereins Wildpoldsried.

Wildpoldsried – Im Rahmen des Projekts „Kinder für das Klima“ hat die erste Klasse der Grundschule Wildpoldsried 14 neue Bäume gepflanzt. Mit Gesang und Gedichten wurde auf den Klimawandel aufmerksam gemacht.

Schon 2011 war das Projekt „Kinder für das Klima“ der Grundschule Wildpoldsried ins Leben gerufen worden. Mit kleinen Verkaufsaktionen und Spendensammlungen bei ortsansässigen Firmen war von den Kindern Geld gesammelt worden. Nun endlich ist für die Baumpflanzaktion auch ein geeigneter Standort gefunden. „Als Energie- und Klimagemeinde unterstützen wir diese Projekte gerne“, so Bürgermeisterin Renate Deniffel. Das von den Kindern einstudierte Rahmenprogramm setzte ein deutliches Zeichen.

Reden hilft nicht viel

Den Anfang machte die Trommelgruppe von Markus Noichl, denn die Corona-Zeit sei „eine Zeit, in der man sich wieder besinnt, was wirklich wichtig ist, und den Klang der Erde wahrnimmt“, stimmte Lehrerin Vera Klinger die Anwesenden ein. Danach machten die Grundschüler mit einem Gedicht ihre Ziele klar. „Reden, reden, reden hilft allein nicht viel“, hieß es da im Refrain, „Klimaerwärmung stoppen ist unser großes Ziel“. In den Versen wurde es noch konkreter: „Überschwemmungen, Dürren, Brände, wachsende Wüsten sind Probleme auf unserer Welt“, hieß es da beispielsweise, „und auch um die Eisbären und das Trinkwasser ist es nicht gut bestellt“.

Kinder werden Baum-Paten

Unter der Devise „Bewusst leben – Zukunft gestalten“ waren die Kinder schon zu Beginn des Schulprojekts sensibilisiert worden und sieben Schülerinnen und Schüler zu „Klimabotschaftern für den Planeten“ ausgebildet worden. Im Rahmen ihres Wandertages sind die Erstklässler nun zu Fuß über den Energiewanderweg entlang des Riedbachs nach Frohnschwenden gewandert, um mit Hilfe von Peter Taufratshofer, dem Vorsitzenden des Gartenbauvereins Wildpoldsried, und Bernd Brunner, dem Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege des Landkreises Oberallgäu, die Bäume einzupflanzen und die selbstgestalteten Schilder ihrer Baumpatenschaft zu befestigen.

Allee für die Zukunft

„Wir freuen uns über ein sichtbares Zeichen dafür, dass bereits die nächste Generation die Ziele des Ortes mitverfolgt und die Möglichkeit nutzt mitzugestalten“, kommentierte Renate Deniffel die Aktion. Auf dem Grundstück von Hans Hartmann entlang der Straße von Wildpoldsried nach Frohnschwenden haben die 14 Bäume ihren Platz gefunden. Zusammen mit dem Baumbestand auf der anderen Straßenseite sollen sie so eine Allee bilden und einen Beitrag zum Kohlendioxid-Ausgleich leisten. Dazu benötigten sie „starke Wurzeln“, hatte Kreisfachberater Brunner den Schülern beim Einpflanzen erklärt. In den Köpfen der Kinder ist der Klimaschutz freilich schon fest verwurzelt.

Lena Fuhrmann

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