Klinikum mit eigener Krippe

Strahlende Gesichter gab es bei den Partnern der neuen Klinik-Krippe: Markus Treffler (v.l., Betriebsleiter Klinikum), Simone Findeisen (Leiterin Haus für Eltern und Kinder), OB Dr. Ulrich Netzer, die Krippenkinder Hannah, Johannes, Lia und Louis, Diakonie-Vorstand Wolfgang Grieshammer sowie Andreas Ruland (Klinik-Geschäftsführer). Foto: Stodal

Im Haus für Eltern und Kinder in Kempten wurde am vergangenen Freitag die sogenannte „Klinik-Krippe“ mit einem feierlichen Festakt eröffnet. Die Diakonie, der Klinikverbund Kempten-Oberallgäu und die Stadt Kempten haben hier in einer Kooperation fünfzehn neue Krippenplätze geschaffen, die vorrangig für Kinder von Mitarbeitenden des Klinikverbundes bereit stehen. Mit Öffnungszeiten von 5.30 Uhr bis 17 Uhr wird dabei den Arbeitszeiten des Klinikpersonals Rechnung getragen.

In den altehrwürdigen Räumlichkeiten des ehemaligen Mädchenpensionats „Villa Rist“ in der Lindauer Straße befindet sich seit 1990 das „Haus für Eltern und Kinder“ unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Kempten. Neben Kindergarten und Hort wird hier seit dem Frühjahr 2010 auch eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen angeboten. Im Dezember 2011 kam nun die sogenannte „Klinik-Krippe“ für fünfzehn weitere Kinder von null bis drei Jahre hinzu, die in enger Zusammenarbeit zwischen Diakonie, Klinikverbund Kempten-Oberallgäu und Stadt Kempten entstand. Diese neue Gruppe bietet durchgehende Öffnungszeiten von 5.30 Uhr bis 17 Uhr und steht neben Mitarbeitern des Klinikverbundes auch anderen interessierten Familien offen. Die Kosten für die baulichen Veränderungen lagen mit 150 000 Euro um 22 000 Euro niedriger als zunächst veranschlagt und werden im Rahmen des Investitionsprogrammes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ seitens der Regierung mit einer Projektförderung in Höhe von 126 000 Euro unterstützt, so OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Hohe Frauenquote Der Geschäftsführer des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu, Andreas Ruland, der als Eröffnungsgeschenk einen 800-Euro-Gutschein für einen Krippenwagen (ein Leiterwagen, der für Ausflüge genutzt werden kann) überreichte, erläuterte die Gründe für die Beteiligung des Klinikums an der Krippe: Zwei Drittel der Mitarbeiter des Klinikums seien weiblich, ebenso wie zwei Drittel der derzeitigen Medizinstudenten, da komme man um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht herum. Weil die Arbeitszeiten am Klinikum oft nicht mit den normalen Öffnungszeiten einer Kinderkrippe zusammenpassten, habe man als Arbeitgeber unterstützend eingreifen wollen. „Unser Anliegen war es, insbesondere die Randzeiten abzudecken und wir sind froh, dass wir nun entsprechende Angebote mitgestalten konnten”, sagte er. „Die zusätzlichen Kosten, die hierdurch entstehen, übernehmen wir als Arbeitnehmer sehr gerne, weil wir wissen, dass wir es für einen guten Zweck und letztlich für unser Unternehmen tun.“ Diakonie-Vorstand Wolfgang Grieshammer sprach allen an dem Projekt Beteiligten seinen Respekt aus. Man selbst wolle die neue Herausforderung fachlich versiert, motiviert und engagiert umsetzen und die unterschiedlichen Perspektiven harmonisieren. Der neuen „Frösche“-Gruppe stehen zwei großzügige, helle, liebevoll gestaltete Räume mit Spielbereich, Küche und Ess-Ecke zur Verfügung. Hinzu kommt ein gemütlicher Schlafraum, der mit seinen nebeneinandergereihten Bettchen unwillkürlich an Schneewittchen und die sieben Zwerge denken lässt, eine Toilette mit Wickelbereich sowie eine Außenspielfläche. Betreut werden die Kleinen von zwei Erzieherinnen, einer Berufspraktikantin, sowie einer Hauswirtschafterin. In diesem Jahr werden bereits elf Kinder das Betreuungsangebot wahrnehmen.

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