"Kontinuierliche Verbesserungen"

Auch wenn es in den vergangenen Tagen nicht danach aussah, es ist Frühling, und der lockt die Besucher in die Stadt. Die soll „ihren“ Gästen beim gemütlichen Bummeln, Kaffee trinken oder Eis essen dabei die passende Atmosphäre liefern. Aber tut sie das auch? Vor gut einem Jahr erstellte die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) ein Einzelhandelsgutachten zur Aufwertung der Einkaufsinnenstadt und präsentierte dem Haupt- und Finanzausschuss auch einige Kritikpunkte (der KREISBOTE berichtete). Unter anderem wurden damals zu wenig Spielgeräte und Spielplätze, Plastikstühle vor einigen Cafés, triste Fassaden und unscheinbare Eingänge zu Geschäften bemängelt.

Auf Anfrage erläuterte der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Dr. Richard Schießl, am Freitag gegenüber dem KREISBOTEN, dass „zwischenzeitlich eine ganze Reihe von Vorschlägen und Anregungen in Angriff genommen wurden“. 31000 Euro hat das Gutachten gekostet, so Schießl. „Das Einzelhandelskonzept war zwingend erforderlich, um der Stadt künftig die notwendigen Steuerungsmöglichkeiten des Einzelhandels zu sichern“, erklärte er. Im Instrumentarium aktiver Stadtentwicklung sei es damit ein elementarer Bestandteil. Zur Verbesserung der Spielsituation in der Stadt wird die Umgestaltung der Gerberstraße beitragen. „Im Rahmen des Projekts ‚Mühlbach-Quartier’ ist die Realisierung einzelner Spielpunkte geplant“, so Schießl. Eine zusätzliche Ausweitung des Angebots an Spielgeräten sei wegen der räumlichen Enge jedoch nicht möglich, stellte er klar. Zudem habe der Spielplatz Zwingerstraße durch den Ausbau der Straße eine deutlich bessere Anbindung bekommen und sei attraktiv gestaltet worden. Außerdem soll der Schulhof der Suttschule dem Amtsleiter zufolge künftig wieder öffentlich nutzbar sein. Auch für die städtebauliche Aufwertung werde momentan einiges getan. Unter anderem habe der Umbau des Illerkaufs begonnen, der des Quelle-Hauses werde zur Zeit von der Stoffel-Unternehmensgruppe geplant und die Umgestaltung des Zentralhauses sei ebenfalls in Planung und werde nach Abschluss am Illerkauf in Angriff genommen, so Schießl. Da für die Einrichtung fester Grünelemente in der Fußgängerzone zu wenig Platz sei, werden, jahreszeitlich angepasst, mobile Grünelemente im Stadtraum platziert, führte er an. „Im Bereich der Fassaden- und Schaufenstergestaltung findet ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess statt“, bekräftige Schießl, „wenngleich in Teilen nach wie vor Nachholbedarf besteht.“ Im Zuge der Neugestaltung der Gerberstraße wird ein besonderer Schwerpunkt auf das Erscheinungsbild gelegt. Dazu werden Hauseigentümer und Geschäftsinhaber intensiv beraten. Die Bestuhlung am Rathausplatz wurde von den meisten Gastronomen dem Amtsleiter zufolge inzwischen erneuert. Zur Aufwertung der Innenstadt gab und gibt es mit einzelnen Ladenbesitzern regelmäßig Gespräche, erläuterte Schießl am Freitag. Die Stadt sei dabei bestrebt, nicht nur über das rein baurechtliche Instrumentarium Einfluss zu nehmen, sondern die Hauseigentümer auch im Sinne einer Gesamtverantwortung von Stadt und Privaten in die Pflicht zu nehmen.

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