Koppachtaler und Glögglerhaus laden ein zur Krippenausstellung

Mehr als 100 Krippen

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Franz Merk, der 1. Vorstand der Koppachtaler mit Martha Zeller. Sie hat sich in tagelanger Arbeit um die liebevolle Dekoration der Ausstellung gekümmert.

Altusried – Zum Ende des Festjahres anlässlich seines 95-jährigen Bestehens lädt der Altusrieder Trachtenverein Koppachtaler zu einer Krippenausstellung ein. Dafür haben die Organisatoren das urige Trachtenheim mit enormem Aufwand und viel Liebe zum Detail in eine einzige große, wunderbare Krippenlandschaft verwandelt. Die Ausstellung hat am kommenden Samstag und Sonntag (17. und 18. Dezember) von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Krippen sind allesamt Leihgaben von Privatleuten und auch Krippenbauern aus der Region. „Bei 80 Krippen haben wir zu zählen aufgehört“, lacht Franz Merk, der 1. Vorstand der Koppachtaler. „Insgesamt dürften es so um die 90 sein.“ Zum Betrachten sollte man sich als Besucher Zeit und Muße nehmen, um den Ausstellungsstücken in ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit gerecht zu werden. Zu sehen sind Holzkrippen unter anderem aus Südtirol und dem Allgäu, mit geschnitzten oder auf andere Weise von Hand angefertigten Figuren, daneben aber auch Besonderheiten wie Ton-, Kasten- und Glaskrippen oder die streichholzschachtelkleinen Papierschachtelkrippen aus Peru.

Als Ergänzung hat Ingrid Müller gleich nebenan, im Glögglerhaus, eine Papierkrippenausstellung auf die Beine gestellt. Die Kreisheimatpflegerin und Leiterin des liebevoll gepflegten Heimatmuseums hat dafür ihre privaten Schränke und Schubladen geöffnet und erlaubt nun einen Blick auf eine Reihe völlig unterschiedlicher Exemplare aus längst vergangener, aber auch aus neuer Zeit. „Ich bin einfach begeistert von der Besonderheit des als wertlos geltenden Materials und der Farbigkeit der Papierkrippen, die in Böhmen und Mähren eine lange Tradition haben“, sagt sie und ergänzt: „Früher hat man sie für einen Apfel und ein Ei bekommen. Heute zahlt man teilweise horrende Preise dafür.“

Ein Exponat aus ihrer Eigenproduktion hat Ingrid Müller im Hausgang ausgestellt: Hier ist ein mit Balsaholz verstärktes Papiermodell des Glögglerhaues und des benachbarten Hofes (der 1998 abgerissen wurde) zu bewundern. Für ganz besondere, weihnachtliche Atmosphäre sorgt die weihnachtlich dekorierte Stube, in der allerlei Spielsachen aus alter Zeit um einen Christbaum herum drapiert wurden - ein alter Kaufladen, eine Puppenküche aus den 1950er Jahren, ein Puppenwagen mit Schildkröt-Puppe, Lurchi-Bücher und vieles mehr. „Ganz viele Besucher erinnern sich bei dem Anblick schmunzelnd an ihre eigene Kindheit und die Weihnachtsfeste damals“, erzählt Ingrid Müller. Übrigens: Mit den Krippenfiguren unterm Baum, der mit Gablonzer Kugeln geschmückt ist, hat es auch etwas Besonderes auf sich. Diese stammen aus dem Besitz der letzten Bewohnerin des Glögglerhauses.

Sabine Stodal

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