Pläne für Hallgebäude vorgestellt

Es bewegt sich etwas

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So könnte das Hallgebäude einmal aussehen.

Isny – Es ist ein Teil der unendlichen Geschichte um Neugestaltung kultureller Objekte und dem Vorrang kommerziellen Denkens, wenn es um die Umgestaltung des Hallgebäudes geht und den Vorstellungen einiger Interessengruppen über eine möglichst große Zahl von Parkplätzen und Tiefgarageprojekten geht.

Ein Blick zum Himmel mit der Bitte „Herr, lass Bargeld regnen“ ist aber angebracht. Unter dem Motto „Isny macht Zukunft“ sollte man nicht nur die energetischen Einsparungen und die Gewinnung erneuerbarer Energiequellen verstehen, sondern auch die Gestaltung der kulturellen Rahmenbedingungen für die Jugend und die Wertigkeit der Medienvermittlung verstehen. Seit rund 30 Jahren wird nun am Projekt Stadtbücherei herum gedoktort und es ist von Bedeutung, dass Diana Hanser als mit entscheidende Stadtplanerin nun endlich Pläne vorstellen konnte, die Hand und Fuß haben und die Misere der „STABÜ“ beenden könnte. 

Es ist Standard, dass 28 000 Medien für 14 000 Anwohner bereitgestellt werden sollten. Dafür wird nach Normangaben eine Fläche von rund 760 Quadratmetern benötigt und nicht, wie jetzt vorhanden, 210 Quadratmeter. Die Ausleihen des vergangenen Jahres beliefen sich auf annähernd 85 000 Medien. Nach den Angaben von Diana Hanser würde die Umgestaltung des Hallgebäudes mit Anbau etwa 4,2 Millionen Euro kosten. Für die heiß gewünschte Tiefgarage wären ohne Mehrwertsteuer und Planungskosten fast sechs Millionen zu veranschlagen. Zur Erinnerung: Die Stadt Biberach kommt ohne Tiefgaragen in der Altstadtsanierung aus und setzt auf Parkhäuser in den Randlagen sowie eine moderate Befahrung der Innenstadt. 

Die Geschäfte liegen vorwiegend in der A1-Lage, die Gastronomie am Rande dahinter, von einigen Standardhäusern abgesehen, die schon immer am Marktplatz bewirtschaftet wurden. Selbstverständlich sollen bei der Planung die Finanzen berücksichtigt werden. Allerdings geht es nach den Bauplänen gar nicht mehr nur um die Stadtbücherei, sondern auch das Touristenbüro, das Stadtarchiv mit all seinen Unterlagen und sogar eine Einbeziehung der städtischen Museen, Einbau eines Fahrstuhls und damit die barrierefreie Nutzung. Schon jetzt ist die Stadtbücherei ein kultureller Treffpunkt und die Frequentierung bei weiterer Nutzung wäre noch entschieden höher anzusetzen.

Manfred Schubert

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