Kotterner halten Chance offen

Im „kleinen Finale“ um die bayerische Handballmeisterschaft mussten die C-Jugendlichen des TSV Kottern bei der TG Landshut antreten. Die Niederbayern setzten sich in der heimischen Halle am Ende zwar mit 28:30 (11:16) durch, doch dieses Ergebnis lässt für das Rückspiel jeglichen Ausgang offen. Damit haben die Kotterner noch alle Chancen sich den dritten Platz zu sichern.

Gleich zu Beginn ereilte das Trainergespann Dahm/Stöhr eine Hiobsbotschaft. Rechtsaußen Konstantin Hingerl verletzte sich kurz vor Spielbeginn schwer am Sprunggelenk und wird der Mannschaft wohl einige Wochen fehlen. Die Mannen um Kapitän Alexander Stöhr ließen sich davon aber nicht beeindrucken und zeigten über die gesamte Spielzeit guten Handballsport. Trotz Überzahlsituationen lagen die „Koboys“ schnell mit 0:3 zurück. Diesen Vorsprung baute Landshut auf 6:1 aus. Was weniger an der Dominanz der Gastgeber lag, sondern vielmehr an der ungenügenden Trefferquote der Allgäuer. Allein in der ersten Halbzeit wurden elf 100-prozentige Tormöglichkeiten, darunter vier Sieben-Meter Strafwürfe vergeben. Die Abwehr war im Vergleich zu den Halbfinalspielen gegen Nürnberg (der KREISBOTE berichtete) nicht wieder zu erkennen. Mit Kampf und Leidenschaft schaffte man es immer wieder den Ball zu erobern. Der Angriff stand der Abwehrleistung in nichts nach. Kottern entwickelte seine Angriffsbemühungen variabel, flexibel und mit der nötigen Durchschlagskraft. Dazu kamen noch die zuletzt bemängelnden spielerischen Elemente. Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften bestand einzig in der Chancenverwertung, wobei der Landshuter Torhüter einen „Sahnetag“ erwischte, wie Torwarttrainer Stöhr bemerkte. Der TSV sollte diesem fünf Tore Rückstand bis kurz vor Ende der Partie hinterherlaufen (3:8, 7:10, 9:14). Zur Halbzeit stand es 11:16 aus Kotterner Sicht. Im zweiten Spielabschnitt erwischte erneut die TG Landshut den besseren Start und baute die Führung auf 17:11 aus. In diesem sehr guten C-Jugend Bayernligaspiel zeigten Landshut und Kottern, warum sie zu den besten vier bayerischen Mannschaften ihrer Altersklasse gehören. Schöne Spielkombinationen auf beiden Seiten prägten diese Phase der sehr ausgeglichenen Partie. Dennoch trauerte Kottern ihren vergebenen Möglichkeiten aus Durchgang eins nach, weil man den fünf Tore Vorsprung nicht verringern konnte. Aufholjagd Sieben Minuten vor Schluss begannen sich die „Koboys“ dann heranzukämpfen. Tor um Tor holten sie auf (22:26; 23:26; 24:27). Mit dem Schlusspfiff erzielte Landshut schließlich noch den 30:28-Siegtreffer. Ein Ergebnis, dass für das Rückspiel beiden Mannschaften die Chance auf Platz drei erhält, bei leichten Vorteilen für Landshut. Aus einer starken Mannschaftsleistung gilt es Markus Niggl positiv hervorzuheben, der es schaffte sein Potential abzurufen und seine Gesamtleistung mit fünf Treffern zu krönen. Zudem übernahm Alexander Stöhr in den entscheidenden Phasen des Spieles Verantwortung mit seinem unnachahmlichen Drang zum Tor und hielt seine Truppe im Spiel. "Viel richtig gemacht" Trainer Markus Dahm fasst es nach der Partie zusammen: „Wir haben heute sehr viel richtig gemacht, insbesondere wenn man die letzte 25:34 Niederlage gegen Landshut (14. Februar) mit heute vergleicht“, so der Trainer. „Wir haben zwar mit zwei Toren verloren, aber wenn man bedenkt das wir im gesamten Spiel 18 100-Prozentige Torchancen vergeben haben, kann man erahnen was heute möglich gewesen wäre“, sagte Dahm. Für Kottern spielten: Schoeler, Kirsten (im Tor), Karaali (drei Tore), Jaskolka (vier), Niggl (fünf), Lasitza (vier), Hingerl, Glasl (zwei), A. Stöhr (neun), Bernick (eins), Tobusch und N.Stöhr. Das Rückspiel findet kommenden Samstag, 27. März, um 16 Uhr in der Westendhalle in Kempten statt.

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