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Das Modell des neuen Feuerwehrhauses an der Duracher Straße: Der Entwurf der Projektentwickler kplan passt laut Baureferentin Monika Beltinger städtebaulich und gestalterisch gut nach St.-Mang. Die Funktionalität ist ebenfalls gegeben.

Kempten – Um den Brandschutz und die technische Hilfeleistung im Stadtteil St.-Mang auch in Zukunft sicherstellen zu können, soll die Feuerwehr St.-Mang eine neue Bleibe erhalten. Geplant ist der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an der Ecke Duracher Straße/Friedhofweg (der KREISBOTE berichtete).

Den Zuschlag für die weitere Planung des Gebäudes erhielt vergangene Woche der Projektentwicker kplan AG aus Abendsberg, dessen Vorschlag die Stadträte sowohl städtebaulich, gestalterisch als auch funktional überzeugte.Vorgesehen ist ein schlanker, langgestreckter (ca. 45 Meter) Baukörper. Der quer stehende zweigeschossige Bau bildet einen prägnanten, eindeutigen Abschluss für den bestehenden Quartiersgrünzug und gliedert die Freiräume sinnvoll in einen nördlichen Sport- und Freizeitbereich – die bereits bestehende Skateranlage sowie der Bolzplatz sollten im Planungskonzept wieder integriert werden – einerseits und einen gefassten Feuerwehrhof andererseits. Die westlich und östlich angeordneten Schallschutzwände geben dieser Gliederung, wie Baureferentin Monika Beltinger dem Ausschuss für öffentliche Ordnung und dem Bauausschuss vergangene Woche in einer gemeinsamen Sitzung anhand der Modelle erläuterte, zusätzlich formales Gewicht.Die funktionalen Erfordernisse der Feuerwehr sind Beltinger zufolge insgesamt sehr gut erfasst und übersichtlich angeordnet. Die Zufahrt erfolgt von der Duracher Straße aus. Im Feuerwehrhof sind auf der rechten Seite Parkplätze angeordnet, auf der linken Seite befinden sich die Aufstellflächen für die Feuerwehrautos. Bei einem Einsatz regelt eine eigene Ampel die sichere Ausfahrt für die Brandbekämpfer. Im Gebäude ist die Fahrzeughalle mit Lager links untergebracht, der Bereich mit den Umkleiden, dem Büro des Kommandanten sowie Schulungs-, Mehrzweck- und Jugendraum sind im rechten Gebäudeteil über zwei Etagen angeordnet.Die tragenden Elemente des Feuerwehrhauses sind aus Beton, als Fassade ist eine Holzverschalung geplant. „Das lässt eine wirtschaftliche Realisierung mit einem sinnvollen energetischen Konzept erwarten“, so Baureferentin Beltinger. Zudem sei ein Vordach in einer prägnanten Form vorgesehen.Nicht ganz glücklich mit dem ausgewählten Modell war Karl Sperl (CSU): „Ich seh das als Fremdkörper im Viertel. In diesem Bereich ist nirgendwo Holz.“ Seinem Parteikollegen Peter Wagenbrenner fehlt „der Feuerwehrcharakter“. Dr. Dominik Spitzer (FDP) bat die Verwaltung darum zu prüfen, ob eine verputzte Fassade nicht sinnvoller wäre, auch im Bezug auf die Unterhaltskosten.Diese Punkte könnten alle in den weiteren Gesprächen geklärt werden, betonte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Das Modell von kplan diene jetzt als Grundlage für die weitere Planung. Entsprechende Beschlüsse fassten der Ausschuss für Öffentliche Ordnung und der Bauausschuss schließlich einstimmig.Der Gewinner-Vorschlag und die weiteren eingereichten Vorschläge können noch bis einschließlich Donnerstag, 20. Dezember, im Verwaltungsgebäude der BSG Allgäu Im Oberösch 1 (Öffnungszeiten: Montag mit Donnerstag von 7.30 bis 18 Uhr, Freitag von 7.30 bis 16 Uhr) besichtigt werden. Melanie Läufle

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