Kreisverkehr zur Entlastung

Am Knotenpunkt Heisinger Straße/Kaufbeuer Straße soll ein Kreisverkehr gebaut werden. Grund für die Umgestaltung ist Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann zufolge zum einen, dass die derzeitig vorhandene Einmündung in diesem Bereich in der Spitzenstunde überlastet ist. Außerdem wird laut Verkehrsgutachten bis zum Jahr 2020 eine Steigerung des Verkehrsaufkommens von heute bereits rund 23000 Fahrzeugen pro Tag auf etwa 26500 erwartet.

Zum anderen soll ein Gewerbegebiet östlich der Kaufbeurer Straße erschlossen werden, was zum Anstieg des Verkehrs beiträgt. Durch den Kreisverkehr solle die Leistungsfähigkeit erhöht werden und die Verkehrssicherheit in diesem Bereich verbessert werden, so Wiedemann. Die Stadträte stimmte dem 1,6-Millionen Euro Projekt geschlossen zu. Wie der Tiefbauamtsleiter am Dienstag vergangener Woche im Verkehrsausschuss erläuterte, ist ein zweispuriger Kreisverkehr mit Zufahrten von zwei Fahrbahnen von der Kaufbeurer Straße geplant. Zwischen der Heisinger Straße und der Kaufbeurer Straße ist zusätzlich ein Bypass vorgesehen. „Der Bypass bietet sich aufgrund der starken Rechtsabbiegerströme aus der Heisinger Straße in den Spitzenstunden an“, erklärte Wiedemann. Die zweistreifige Kreisbahn im Kreisverkehr wird nicht markiert. Das empfiehlt das Arbeitsblatt der Forschungsgesellschaft für Straßenverkehr Nummer 51, schilderte der Tiefbauamtsleiter die Gründe. Aus Sicherheitsgründen werden die Ausfahrten aus dem Kreisverkehr allerdings einspurig. Der Außendurchmesser des Kreisverkehrs wird 60 Meter betragen. Der Geh- und Radweg entlang der Kaufbeurer Straße werde höhenfrei unter der Heisinger Straße geführt, ebenso der in das geplante Gewerbegebiet, so Wiedemann. Die Kosten für des Kreisverkehr betragen rund 1,6 Millionen Euro. Für den Ausbau werden Förderungen nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz in Höhe von etwa 45 Prozent erwartet. Laut Wiedemann erfolgt die Förderung jedoch nur über einen Fiktiventwurf ohne Gewerbegebietserschließung. "Gelungener Vorschlag" „Ich halte das für einen sehr gelungenen Vorschlag“, lobte Karl Sperl (CSU): „Die Bypass-Lösung ist optimal.“ Neben der Lösung mit dem Kreisverkehr wurde auch ein Kreuzungsausbau in Betracht gezogen. Die Stadtverwaltung favorisierte jedoch die Kreisverkehr-Variante. Der Zeitpunkt der Umsetzung sei noch nicht absehbar, erläuterte Wiedemann vergangene Woche gegenüber dem KREISBOTE. Für die Verwaltung sei es wichtig gewesen, dass im Rahmen des Bebauungsplanes die Flächen freigehalten werden. Wann der Plan mit dem Kreisverkehr umgesetzt werden könne, „ist von der Siedlungsentwicklung abhängig.“

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