1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Kempten

Ukraine: Wie reagiert Kempten?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martina Ahr

Kommentare

Ukraine-Konflikt
Zahlreiche Ukrainerinnen und Ukrainer fliehen vor dem Krieg. © Pawel Supernak/PAP/dpa

Kempten – Der Krieg in der Ukraine hat Fluchtbewegungen auch in Richtung Deutschland ausgelöst. Die Stadt bereitet sich aktuell darauf vor, Geflüchtete aufzunehmen.

Eine erste Unterkunftsmöglichkeit stehe schon bereit, berichtet Oberbürgermeister Thomas Kiechle auf Anfrage. Die Lebenshilfe habe der Stadt angeboten, ein Wohnheim in der Mariaberger Straße, das aktuell nicht bewohnt und gut für Familien geeignet sei, für die Unterbringung von Geflüchteten zu nutzen. Weitere Optionen werden derzeit geprüft. Es sei noch nicht absehbar, wie viele Geflüchtete in Kempten ankommen; möglich sei auch, dass Einige zunächst noch in den Anrainerstaaten abwarten, wie sich die Lage in der Ukraine entwickelt.

Kiechle zeigte sich zuversichtlich, für die in Kempten ankommenden passende Lösungen zu finden. Man arbeite aktuell „unter Hochdruck“ daran. Es habe sich bereits gezeigt, stellt Kiechle fest, dass in der Kemptener Bevölkerung die Bereitschaft zu helfen groß sei. Drehscheibe für die Organisation ist die kurzfristig aufgesetzte Anlaufstelle im Amt für Integration. Diese Anlaufstelle ist erreichbar unter integration@kempten.de. Wer helfen will, meldet sich dort. Eine solche Organisationszentrale einzurichten, hatten auch die Grünen und die Freien Wähler am Montag gemeinsam in einem Antrag gefordert.

Auch ein Dolmetscherdienst sei bereits organisiert worden, sagt Kiechle. Eine Dame aus dem Integrationsbeirat stehe für diese Aufgaben zur Verfügung. Was die Betreuung geflüchteter Kinder angeht, „haben wir in den letzten Jahren viel Erfahrung gesammelt“, so Kiechle weiter. Allerdings müsse man beim Thema Schulbesuch auf Vorgaben der Ministerien warten. Das Wichtigste sei nun aber, den ankommenden Ukrainern und Ukrainerinnen eine Unterkunft zu bieten.

Auch interessant

Kommentare