Krippenplätze für St.-Mang

An die Kindertagesstätte Wiesengrund in St.-Mang wird angebaut. Dadurch entsteht eine Kinderkrippe, die Platz für 15 Kleinkinder bieten soll. Foto: Matz

„Es ist bedauerlich, dass nur eine Krippengruppe entstehen kann“, meinte CSU-Stadträtin Claudia Dress jüngst im Jugendhilfeausschuss nach dem Bericht über den Planungsstand der Kinderkrippe Wiesengrund in St.-Mang. Birgitt Richter, Leiterin des Amts für Kindertagesstätten, Schulen und Sport, hatte soeben geschildert, dass die Einrichtung von zwei Krippengruppen aufgrund der übermäßig hohen Baukosten nicht realisiert werden könne. Allerdings können durch den jetzt beschlossenen Anbau an der Nordostseite des Gebäudes künftig immerhin 15 Krippenkinder betreut werden.

Als erste Variante war ein Anbau an jede Stirnseite des jetzigen Kindergartens in der Haneberstraße angedacht. Dadurch hätten zwei Krippengruppen mit jeweils 12 Kindern verwirklicht werden können. Nach Prüfung durch das Hochbauamt musste die Variante jedoch verworfen werden. Gründe sind unter anderem die topographischen Gegebenheiten, die die Baukosten unverhältnismäßig in die Höhe treiben würden und dass für die beiden Krippengruppen separate kleine Außenspielbereiche angelegt werden müssten. Die Variante, die nun verwirklicht werden soll, und die das Gremium schließlich auch einstimmig befürwortete, sieht jetzt einen Anbau auf der Nordostseite des bestehenden Kindergartengebäudes vor. Der Außenspielbereich an dieser Ecke werde schlecht genutzt. „Durch einen Anbau und eine Neugestaltung des Geländes könnte man diesen Grundstücksteil sicherlich aufwerten“, meinte Richter. Ein Anbau, der gleich zwei Krippengruppen umfassen könnte, ist ohne einen Grundstückserwerb nicht möglich. In dem geplanten Anbau könnte jedoch eine etwas größere Krippengruppe für bis zu 15 statt 12 Kindern entstehen. Ein bereits vorhandener Materialraum des Kindergartens kann in die Krippe integriert werden. Dadurch, dass im Kindergarten schon jetzt zweijährige Kinder aufgenommen werden, gebe es einen fließenden Übergang von Krippe zu Kindergarten, meinte Wolfgang Grieshammer, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes. Hohe Förderung möglich Die Gesamtkosten für die Maßnahmen werden auf rund 378 000 Euro geschätzt. Durch Förderungen für Krippenbaumaßnahmen und 5000 Euro, die das Diakonische Werk als Träger übernehmen könnte, müsste die Stadt noch etwa 31 000 Euro bezahlen. Mittel bereitstellen Die Ausschussmitglieder beschlossen den Anbau einstimmig. Bis zum kommenden Jahr soll bei der Regierung von Schwaben ein Förderantrag eingereicht werden. Außerdem soll der Finanzausschuss die nötigen Mittel im Haushalt 2012 bereitstellen.

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