Krippe eingeweiht

Kinder feiern "Miteinander"

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Die Kinder der Kita „Miteinander” singen zur Feier des Tages mehrere Lieder, wobei sie ihre Erzieherinnen und Sigrun Stöffel (weiße Bluse), Leiterin der Kindertagesstätte, instrumentalisch begleiten.

Kempten – Seit knapp zwei Wochen herrscht in dem neuen Gebäude der integrativen Kindertagesstätte „Miteinander“ buntes Treiben. Die Kinderkrippengruppe „Marienkäfer“ tobt, spielt, isst und schläft dort. Zuvor hatte es in der Kita noch keine Plätze für Kinder im Alter von unter drei Jahren gegeben.

Am Dienstag fand die Einweihung der Krippenräume in der Schraudolphstraße statt.

„Einweihungstage sind ja Festtage, auch im Tagesablauf einer Stadt“, sagte Bürgermeister Josef Mayr (CSU). „Wir investieren hier in unsere Zukunft.“ Künftig werde die Kita „Miteinander“ Platz für bis zu 15 Kinder unter drei Jahren mit und ohne Behinderung bieten. Insbesondere im Jahr 2013 habe es in der Stadt einen regelrechten „Einweihungsmarathon“ von Kinderkrippen gegeben. „In ein paar Jahren seid ihr Schulkinder. Bis dahin haben wir einen Betrag von 47 Millionen Euro in euch investiert“, meinte Mayr zu den Kindern. 710 000 Euro hätten die Baumaßnahmen gekostet, der Freistaat habe 366 500 Euro beigesteuert. Der Neubau sei eine architektonisch anspruchsvolle, lichtdurchflutete Konstruktion. „Ich bin überzeugt, dass ihr die Räume mit Leben erfüllen werdet“, so Mayr.

Bisher habe das Gebäude von oben betrachtet die Form eines Sterns gehabt, erklärte Sigrun Stöffel, Leiterin der Kindertagesstätte. „Durch die Krippe ist der Stern zu einer wunderschönen Sternschnuppe geworden.“ Gemeinsam mit den Erwachsenen sangen die Kinder das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“. Bürgermeister Mayr bezeichnete die Eröffnung einer Kinderkrippe als „bärige Sache“. Er wolle dies mit Gummibärchen unterstreichen und verteilte die Süßigkeit an die Kinder.

"Ort der Zuflucht"

Danach konnten sich die Gäste selbst ein Bild von den neuen Räumen machen. „Das Thema Krippe ist jetzt im Advent in aller Munde“, betonte Indra Baier-Müller, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Kempten-Allgäu, das Träger der Kita ist. Deswegen sei es ein guter Zeitpunkt für die Einweihung einer Krippe. „Für mich symbolisiert die Krippe im christlichen Sinne einen Ort der Zuflucht“, so Baier-Müller. Die Kinderkrippe sei ein Ort der Entwicklung, wo Übergänge von zu Hause in ein offeneres Leben stattfänden. „Wir arbeiten seit Jahren nach dem Leitsatz von Richard von Weizsäcker ‚Es gibt keine Norm für das Menschsein. Es ist normal, verschieden zu sein‘“, bekräftigte Sigrun Stöffel. Sie lobte die Kooperation mit der Stadt. „Egal, mit welchem Amt wir zusammengearbeitet haben, im Mittelpunkt stand das Wohl der Kinder.“

„Uns als Architekten hat es sehr gefreut und motiviert, als selbst junge Väter dieses Gebäude zu entwickeln und uns mit dieser gesellschaftlich relevanten Bauaufgabe auseinandersetzen zu dürfen, insbe- sondere weil wir diese Verantwortung als wichtigen Bestandteil unserer Arbeit als Archi- tekten sehen“, erläuterte der Architekt Peter Geiger. Das neue Krippengebäude sei an der Nordgrenze des Kitageländes gelegen, um den bestehenden Südgarten für die Kinder freizuhalten und einen neuen gemeinsamen großzügigen sowie vielseitig nutzbaren Eingangsbereich zu ermöglichen. Geiger schenkte den Kindern ein Modell des Gebäudes aus Lebkuchen. Pfarrerin Julia Cleve von der evangelischen Johanneskirche sprach ein Gebet für die Kinder der Krippe.

Da die Bauarbeiten an dem Gebäude etwas länger als geplant andauerten, diente die Turnhalle der Kita fünf Wochen lang als Übergangslösung für die Krippenkinder.

Franziska Kampfrath

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