Eintauchen in den Geist von Weihnachten

Krippenausstellung beim Dietmannsrieder Weihnachtsmarkt

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Als Vereinesprecher Udo Eugler seinerzeit auf die Krippenfreunde Edwin Dallmayr (l.) und Christian Kohl (r.) zukam und fragte, ob sie bereit wären, beim Weihnachtsmarkt Dietmannsried eine Krippenschau auf die Beine zu stellen, sagten sie gerne ja. Untermalt von stimmungsvoller Musik ist die Ausstellung ein Genuss für Augen und Ohren. Die Krippe auf dem Foto stammt von Edwin Dallmayr.

Kempten – Während des Dietmannsrieder Weihnachtsmarktes am 1. Adventswochenende findet eine Krippenausstellung, organisiert von den Dietmannsrieder Krippenfreunden Edwin Dallmayr und Christian Kohl, statt.

Die Ausstellung befindet sich im Rathaus Dietmannsried. Der stimmungsvoll hergerichtete Saal dort ist leicht zu finden: das Schild „Krippla luage“ lädt Besucher zum Betreten ein. Die Schau ist geöffnet am Samstag, 2. Dezember, von 16 bis 19 Uhr, und am Sonntag, 3. Dezember, von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Besucher können sich auch dieses Jahr wieder auf eine variantenreiche Ausstellung – mit heimatlich gestalteten Krippen, schlichten oder aufwändigen Krippenszenen, neuen „Bauwerken“ oder Schätzen, die schon lange im Familienbesitz sind – freuen. Alles Leihgaben, die zum großen Teil aus Haushalten des Gemeindegebiets Dietmannsried stammen. Einige kommen auch aus dem Umland der Marktgemeinde, wie zum Beispiel Wildpoldsried oder Hopferbach. An allen Krippen ist der Name des Besitzers vermerkt. „Nach der Krippenausstellung ist vor der Krippenausstellung“, heißt es für die Organisatoren jedes Jahr wieder aufs Neue. Denn die ersten Vorbereitungen für die Präsentation im darauffolgenden Jahr beginnen bereits während der noch laufenden Veranstaltung. Bereits da werden Listen aufgelegt, in welche sich Diejenigen eintragen können, die beim nächsten Mal ihre Weihnachtskrippe zur Verfügung stellen möchten. Außerdem bedarf es schon Monate vor dem Event umfangreicher Recherchen, um herauszufinden, in welchem Haushalt noch entsprechende Kostbarkeiten schlummern und wer bereit ist, diese für zwei Tage der Öffentlichkeit vorzustellen.

Dallmayr und Kohl sind voll des Lobes ob des Entgegenkommens von Krippenbesitzern, die ihre Stücke nicht nur umsonst für die Besichtigung zur Verfügung stellen, sondern diese auch noch selbst herbringen und wieder abholen. „Wir achten sehr darauf“, so Edwin Dallmayr, „dass jedes Jahr andere Krippen präsentiert werden“. Zwar haben sie sich zwischenzeitlich schon Routine zugelegt – die Ausstellung findet heuer zum vierten Male statt – dennoch erfordert es viel Zeit und Fingerspitzengefühl, bis das Gesamtkonzept steht. Öfters müssen auch Bedenken von Krippenbesitzern, ihre Stücke könnten beschädigt werden, ausgeräumt werden. Ihnen versichern die Krippenfreunde, dass sie während der gesamten Öffnungszeiten vor Ort anwesend sind. Sie behalten nicht nur alle Exponate wachsam im Auge, sondern freuen sich auch auf die Gespräche mit den Besuchern.

Christian Kohl und Edwin Dallmayr sind selbst leidenschaftliche Krippenbauer. Mehr oder weniger zufällig trafen sie sich vor Jahren bei der Kemptener Krippenbauschule, stellten erstaunt und amüsiert fest, dass sie dem gleichen Hobby nachgehen, schmunzeln beide im Gespräch. Dallmayr kam „auf den Geschmack“, als er vor einigen Jahren die Krippe in der Dietmannsrieder Kirche wieder auf Vordermann brachte. Von da an war er vom Krippenbau infiziert. Zum Glück hat er in seinem stillgelegten Bauernhof genügend Platz für seine Modelle und für etliche Stücke, die er gesammelt hat. Kohl geht diesem Steckenpferd bereits seit seiner Kindheit nach, hat zum Beispiel auch die Krippe, die im Foyer des Rathauses steht, erstellt. „Es macht mir Spaß und bereitet mir Freude, Krippen zu bauen“, so Kohl zu seiner Passion.

Hildegard Ulsperger

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