Der Krise erfolgreich getrotzt

Sichtlich stolz und zufrieden mit dem Ergebnis stellte der Vorstand der Volksbank Allgäu West am Dienstag vergangener Woche die Bilanz des Jahres 2009 vor. Josef Hodrus, Claus Hepp und Werner Mayer bilden den Vorstand der Genossenschaftsbank mit 18772 Mitgliedern und 203676 Geschäftsanteilen. 20000 Mitglieder sollen es nach Wunsch des Vorstandes bis zum 150. Geburtstag 2012 sein.

Für die Volksbank zahlt es sich jetzt aus, dass sie in spekulative Geschäfte der großen Banken nicht verwickelt war und nach wie vor den Ruf großer Zuverlässigkeit genießt, der sich in den Bilanzzahlen deutlich ausdrückt. So ist der Verbund mit seinen 19 Filialen nicht nur ein verlässlicher Verwalter der angelegten Gelder, sondern auch ein Arbeitgeber mit 231 Mitarbeitern, davon 25 Auszubildenden. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt immerhin 13 Jahre. Bei der Neubewilligung von Krediten wurde ein Plus von 21,7 Millionen Euro verzeichnet. „Bei uns werden alle vertretbaren Kreditwünsche erfüllt und es bleibt bei der bestehenden Regelung, dass Kredite besonders berücksichtigt werden die Umbaumaßnahmen betreffen, bei denen regionale Handwerker eingesetzt werden“, sagt Josef Hodrus dazu. „Eine Kreditklemme bei originären Kunden kennen wir nicht“, betonte er. Die Zahlen sprechen für sich: Regionalförderdarlehen: 65 Millionen Euro, Regionaldarlehen für „Häuslesbauer“: 25 Millionen, Finanzierung erneuerbarer Energien: 15 Millionen, Programmkredite aus dem Konjunkturpaket II: 15 Millionen. Eines ist bei der Volksbank Allgäu West nach Aussage der Vorstandmitglieder auf alle Fälle sicher: Der Verkauf von Kreditnehmern an andere Investoren und Institute ist ein absolutes Tabu. Besonders stolz sind alle drei auf die Tatsache, dass sie mitten in der Krise noch immer Gewinn machen und das Eigenkapital um 3,5 Prozent anheben konnten. Auch auf dem Wertpapiermarkt ist die Voba gut aufgestellt. Keines der von ihr vertretenen Wertpapiere ist „abgestürzt“, denn mit derartigen Geschäften hatte man sich nicht abgegeben. Nach Auskunft der Vorstandsmitglieder sind zurzeit keine Weiteren Fusionen im Gespräch und nach Meinung von Josef Hodrus ist die Voba ausgesprochen übernahmeresistent. Es ist die Genossenschaftsidee, die seit fast 150 Jahren eine der Stärken ist. Auch die Unabhängigkeit und die Stabilität sind wie die Nähe zum Kunden ausschlaggebend. Dazu kommen Sponsoring- und Spendenaktionen, bei denen Geld in die Region fließen, wo sie gebraucht werden. Der Adventskalender ging in die dritte Runde und der Sponsoringvertrag mit dem WSV kann sich sehen lassen.

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