Kritik an Tiefgarage

Zahlreiche Mitglieder der Kemptener Stiftsstadtfreunde haben am vergangenen Donnerstag die wiedereröffnete Erasmuskapelle besucht. Vor allem vom Schauraum und der modernen geschichtlichen Multivisionshow zeigten sich die Teilnehmer der Besichtigung sehr angetan. Anschließend wurde beim geselligen Beisammensein nochmals über die bevorstehende Umgestaltung des Hildegardplatzes und den geplanten Bau einer Tiefgarage diskutiert.

Die meisten der anwesenden Mitglieder sehen die Tiefgaragen-Lösung kritisch, teilte Vereinsvorsitzende Ilse Roßmanith-Mitterer mit. Insbesondere folgende Punkte standen im Zentrum der Diskussion: Die Akzeptanz der Tiefgarage unter dem Hildegardplatz wird von den Stiftsstadtfreunden ernsthaft infrage gestellt und damit auch die Erreichbarkeit der Geschäfte. Mehr Parkplätze sollten oben belassen werden gegenüber dem Stadtratsbeschluss. Der geologische Untergrund am Hildegardplatz wird aus der Erfahrung der Stiftsstädter als sehr instabil bewertet. Die Einfahrt zur Tiefgarage am Kirchberg beeinträchtigt aus Sicht der Vereinsmitglieder außerdem doch sehr stark den schönen Biergarten der Gaststätte „Zum Stift“. Sehr stark wird von den Stiftsstadtfreunden darüber hinaus die kahle Gestaltung des Platzes kritisiert und die Ausgänge, die unweigerlich den historisch barocken Platz stören. Zu hohe Kosten für eine nicht notwendige Tiefgarage sind ein weiterer Kritikpunkt des Vereins. Besucher machten sich außerdem noch Gedanken über Parkmöglichkeiten im zentrumsnahen Gebiet wie beispielsweise die Prälat-Götz-Straße, mehr Parkmöglichkeiten am benachbarten Pfeilergraben oder bessere Konditionen für Parken in der nicht ausgelasteten Königsplatz-Tiefgarage.

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