Kritische Fragen

ödp-Stadtrat Stadtrat Michael Hofer. Foto: Archiv

Wie ökologisch ist das Fernwärmenetz des ZAK tatsächlich? Dieser Frage will nun ödp-Stadtrat Michael Hofer nachgehen und hat sich deshalb an OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) gewandt. Hofer vermutet, dass das Fernwärmenetz bereits bei 0 Grad Unterstützung durch das mit Erdöl befeuerte Spitzenlast-Kraftwerk (SLKW) bekommt.

„Ursprünglich sollte die Fernwärme die Verbrennung fossiler Energien vermeiden helfen, nun wird anscheinend schon bei 0 Grad mit der dreckigsten fossilen Energie zugeheizt und die Wärme dann auch noch durch ein langes Leitungsnetz weitergeleitet“, schreibt Hofer an den Rathauschef. Daher will der ödp-Stadtrat jetzt in Erfahrung bringen, ob tatsächlich bereits bei 0 Grad zugeheizt wird und wieviel Liter Heizöl so 2010 verheizt wurden. Außerdem stellt Hofer die Frage nach einem Filter und dessen Stärke sowie dem CO2-Ausstoß und anderer Schadstoffe, die das SLKW im vergangenen Jahr ausgestoßen hat. In diesem Zusammenhang stellt sich für den Stadtrat außerdem die Frage nach der Belieferung und der Anzahl der Lieferfahrten zum SLKW sowie der Höhe des Wirkungsgrades und der damit verbundenen Leitungsverluste des Fernwärmenetzes. Darüber hinaus bittet Hofer Rathauschef Netzer um einen Vergleich, wie sich die Umweltsituation des SLKW darstellt, wenn es mit Erdgas betrieben würde. Hervorragende Idee „Wenn der jetzt erreichte Ausbauzustand der Fernwärme trotz Erdöl-Befeuerung ökologisch sinnvoll sein sollte, müssen wir das ertragen“, schreibt der Stadtrat weiter. Allerdings befürchte er mittlerweile, dass die Expansion der Fernwärme „eine Art Eigenleben bekommen hat“. Die Fernwärme an sich sei aber „eine hervorragende Idee“, so Hofer weiter.

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