Werkausschuss wählt Plakat für 2017 aus – "Bunt wie die Festwoche"

"Kuh" wirbt für die Allgäuer Festwoche

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Siegerplakat: Plakat 3.

Kempten – Erstmals wurde das Plakatmotiv für die Allgäuer Festwoche 2017 in einem offenen Wettbewerb gesucht (der Kreisbote berichtete). Insgesamt gingen laut Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher 78 Motivvorschläge ein. Ein neunköpfiges Gremium favorisierte in einer Vorabauswahl drei Entwürfe, aus denen der Werkausschuss am Mittwochnachmittag den Sieger küren und damit entscheiden durfte, mit welchem Motiv für die Allgäuer Festwoche 2017 geworben wird. Den Zuschlag bekam eine bunte Kuh auf dunkelgrünem Hintergrund (Plakat 3).

Um dem Gremium die Meinungsfindung zu erleichtern, hatte die Agentur Elsner, zuständig für das Corporate Design der Allgäuer Festwoche, in Absprache mit den Künstlern schon Adaptionen vorgenommen und die eingereichten Motive beispielsweise mit den Festwochen-Farben Hell- und Dunkelgrün hinterlegt bzw. den Einklinker mit den wichtigsten Infos zur Festwoche darauf projiziert.

Plakat 1.

„Ganz glücklich bin ich nicht mit der Auswahl, ich finde alle drei nicht optimal“, begann Festwochenbeauftragter Hans-Peter Hartmann (FW) die Diskussion zur Plakatauswahl. Am meisten anfreunden konnte er sich mit dem Scherenschnitt (Plakat 1). Sein Parteikollege Klaus Knoll war ebenfalls nicht begeistert: „Mich schockt‘s a bissle, ich find die drei Motive nicht gut“, meinte er. Der Scherenschnitt sei aber noch „a bissle aufs Allgäu bezogen“, weshalb auch er Plakat 1 bevorzugte. Auch Birgit Geppert (CSU) gefiel Plakat 1 am besten. Peter Wagenbrenner (CSU) zeigte sich erst einmal froh darüber, dass das Prozedere der Plakatauswahl wieder geändert wurde. Plakat 1 gefiel ihm jedoch gar nicht, er tendierte zu Plakat 2, „da ist viel Bewegung und Farbe drin“.

Regina Liebhaber (SPD) konnte sich alle drei Motive gut vorstellen. Plakat 1 habe die größte Nähe zu den Plakaten der vergangenen drei Jahre, Plakat 2 erinnere sie an ein Märchen und zu Plakat 3 meinte sie nur: „Ich liebe Kühe.“

Plakat 2.

„Es kommt nicht darauf an, ob das Plakat gefällt, sondern was es für eine Funktion hat, nämlich auf die Festwoche aufmerksam zu machen“, betonte Thomas Hartmann (Grüne). Und diese Funktion sah er bei allen drei Entwürfen erfüllt. Für ihm am stimmigsten war Plakat 1.

Im Gegensatz zu einigen ihrer Kollegen sei sie nicht entsetzt, sondern empfinde alle drei Vorschläge eher als positiv, stellte Ingrid Vornberger (SPD) klar. „Ich find die Kuh (Plakat 3) cool, witzig und am plakativsten.“ Und sie sei bunt wie die Festwoche.

Helmut Berchtold (CSU) war „traurig, dass es nur grafische Bilder zur Auswahl“ gab. Plakat 1 fand er gleich wie die Plakate der letzten Jahre, Plakat 2 sei farbenfroh und Plakat 3 gefalle ihm am besten. „Man kann jedes nehmen“, sagte Ullrich Kremser (FDP), präferierte jedoch die Kuh (Plakat 3). Stephan Prause (CSU) hätte sich lieber Fotomotive gewünscht, „das wäre zeitgemäßer“. Von den drei zur Wahl stehenden gefalle ihm aber „der Allgäuer Stier“ (Plakat 3) am besten.

„Sie können sicher sein, wir haben die richtigen drei Motive ausgewählt“, unterstrich OB Thomas Kiechle. Er habe alle Entwürfe gesehen. „Ich werde für die Kuh stimmen.“

Bei der Abstimmung über das Plakatmotiv 2017 votierten schließlich neben OB Kiechle, Kremser, Liebhaber, Vornberger, Berchtold und Prause, und somit eine Mehrheit, für die Kuh (Plakat 3). 

Melanie Weidle

Hintergrundinfo

Dass sie mit ihrer Entscheidung eine gebürtige Kemptenerin zur Siegerin küren, wussten die Stadträte nicht. Die Arbeiten wurden ihnen ohne Nennung der Urheber präsentiert. Das Siegerplakat trägt den Titel „Vielfältig, facettenreich, bunt – Allgäuer Festwoche“ und stammt von Franziska Binzer, welche an der Hochschule Augsburg Kommunikationsdesign studiert. Sie wählte einen grafischen Ansatz: Patchwork-Technik. Auffallend ist der Kontrast zwischen dem traditionellen Motiv Kuh und der modernen Umsetzung. Werbefachleute loben die „plakative Wirkung“. kb

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