Kultur des Miteinanders

Fast einhundert Bürgerinnen und Bürger aus Kempten und dem Umland waren vergangene Woche der Einladung der CSU gefolgt, um in Workshops die Politik Bayerns inhaltlich mitzubestimmen. „Gesellschaft, Staat und Kommune von morgen“, Bildung, Wirtschaft und Umwelt, sowie Landwirtschaft und ländlicher Raum waren die Themengebiete, die diskutiert wurden. Die Bürger konnten in den verschiedenen Gruppen neue Ideen und Vorschläge für das jeweilige Politikfeld entwickeln, um diese auf den Weg ins Parlament zu bringen.

„Wir wollen die zentralen Zukunftsfragen unseres Landes mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam diskutieren und aufnehmen, was sie bewegt," forderte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU im Landtag, Thomas Kreuzer, im Pfarrheim St. Anton. Bei einer ersten Auswertung wurde jetzt klar: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss in den Mittelpunkt des politischen Interesses gerückt werden. Die Gesellschaft brauche einen mehr familienbezogenen Staat. Vor allem Betreuungsplätze für Kinder werden dringend benötigt. Die Menschen wollen spürbar mehr eine „Kultur des Miteinanders". Mehr Chancengleichheit Auch wird von den Teilnehmern die Chancengleichheit im Bildungssystem angemahnt, der Leistungsdruck kritisiert und in Frage gestellt. Die praktischen Begabungen des Menschen sollten weiter aufgewertet werden, hieß es außerdem. Bei „zu vielen Egoisten" in der Gesellschaft wird zudem ein neuer Ordnungsmaßstab mehr als gewünscht. Weitere Punkte waren darüber hinaus: Eine Stärkung des Mittelstandes, die Kontrolle der Banken, die Entbürokratisierung und ein Umdenken in der neuen Mediengesellschaft. Traditionen erhalten Die für Landwirtschaft zuständige gruppe benannte ebenfalls erste Ziele: Die Traditionen im ländlichen Raum sollten unter allen Umständen erhalten werden. „Kirche, Schule und Gasthaus" gehören zum Dorf. Der bäuerliche Betrieb muss eine menschenwürdige Existenz sichern können und sozial nachhaltig sein. Auch eine Forderung zur Gentechnikfreiheit von Produkten wurde laut. Kreuzer bezeichnete für die politische Entwicklung mehr als wichtig, „in einem intensiven Dialog mit den Bürgern zu stehen".

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