Die 18-jährige Finn macht ein FSJ Kultur am Theater In Kempten

Blick hinter die Vorhänge

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Seit September vergangenen Jahres ist Finn am Theater In Kempten tätig und ist damit die einzige „FSJ Kulturlerin“ in ganz Kempten.

Kempten – „Mein Name ist Finn (ja, das ist ein weiblicher Name ) Sophie Jäger – und ich mache ein FSJ!“ So stellt sich die 18-Jährige auf ihrem Blog „ästet:k“ vor, auf dem sie regelmäßig über ihre Zeit am Theater in Kempten berichtet. Seit September vergangenen Jahres absolviert Finn am TIK ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur und ist damit die Einzige in der Stadt, in die sie sich bei einem Besuch sofort verliebt habe, erzählt sie. Weil es in ihrer Heimat, dem Bayerischen Wald, kein Theater in der Nähe für ein FSJ Kultur gab, folgte schon bald der Umzug nach Kempten. Und dann ging es auch schon los.

Schon lange habe sie sich für Theater interessiert. „Das FSJ ist eine gute Möglichkeit, um hinter den Vorhang zu schauen“, so die 18-Jährige. Neben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sei sie am TIK aber für „gefühlt alles“ zuständig. „Das FSJ Kultur ist wie Mutter sein, man ist überall und schaut überall gleichzeitig“ – vor allem hinter die Kulissen. Denn dort betreut Finn diverse Vorstellungen und Schauspieler, hilft bei der Organisation und der technischen Einrichtung und ist als Ankleiderin bei den vielen Kostümwechseln im Einsatz. Die TIK-Eigenproduktion „An der Arche um Acht“ durfte die junge Frau als Regie-Assistenz komplett begleiten und war von Anfang an bei den Proben – auch als Souffleuse – dabei.

Schüchtern sollte man für ein FSJ Kultur aber nicht sein, eine offene Art ist von Vorteil, betont Finn. Denn auch wenn sich der Großteil der Arbeit im FSJ Kultur hinter den Kulissen abspielt, sei sie auch auf der „Bühne“ im Einsatz. Nicht als Schauspielerin, aber unter anderem bei der Einleitung zu Schulvorstellungen, um Infos zu geben und um in das Stück einzuführen. Auch ein Quiz zur Eigenproduktion im Theatercafé habe sie moderiert.

Schon die fünfte FSJlerin ist Finn am TIK. Wie auch ihre Vorgänger, ist sie für ein eigenes Projekt zuständig. Ihr Ziel ist es dabei, das FSJ Kultur am Theater bekannter zu machen. So wurde vor kurzem die Sparte „FSJ Kultur“ auf der TIK-Website eingerichtet; neben dem Instagram-Account „theaterinkempten“ führt Finn seit Beginn ihres FSJs im Internet unter www.fsjkulturtik.wordpress.com auch einen Blog, veröffentlicht dort Bilder aus ihrem TIK-Alltag, berichtet über Vorstellungen und stellt TIK-Mitarbeiter vor. Denn: „Im Theater trifft man die schrägsten Leute, die zwar alle ähnlich gesinnt sind, aber trotzdem unterschiedlich und kreativ“, erzählt Finn. Während den bereits sieben Monaten am Theater habe sie schon viele Schauspieler und „wichtige Menschen aus der Stadt“ kennengelernt. Langweilig werde es auf jeden Fall nie.

Während des FSJs stehen auch 25 Seminar- und freie Bildungstage an – immer an anderen Orten in Bayern. Dort tauschen sich alle FSJ Kulturler untereinander aus, nehmen an Kreativworkshops teil und können ihre Anliegen loswerden.

Bewerbungen bis 17. April möglich

Bis Ende August ist Finn noch am Theater In Kempten im Einsatz. Bis dahin muss noch das Jahrbuch korrigiert und Korrekturgelesen sowie die neue TIK-Eigenproduktion „Ballhaus“ begleitet werden. Dann sucht das TIK nach einem/r Nachfolger/in. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, auch gerne am Wochenende arbeitet und sich für ein FSJ Kultur interessiert, kann sich noch bis 17. April bewerben. Mehr Informationen im Internet unter www.theaterinkempten.de.

Lea Stäsche

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