Kultureller Auftrag

Bereits alle Hände voll zu tun gibt es für Hansjürg Hensler, Vorsitzender der Kleinkunstvereins Klecks, und seine Frau Christa, denen die Vorfreude auf den 27. Kemptener Jazzfrühling dennoch anzumerken ist. Foto: Tröger

Mit den Karten-Vorbestellungen zum 27. Kemptener Jazzfrühling hat Christa Hensler, die den Kartenservice schmeißt, bereits alle Hände voll zu tun. Auch wenn der Startschuss zum Vorverkauf erst am 28. Februar sein wird. Neben fast 100 Konzerten an unterschiedlichen Veranstaltungsorten gibt es einige Neuerungen, die Klecks-Vorsitzender Hansjürg Hensler im Gespräch mit dem KREISBOTEN vorstellte.

Ein sauber in „rabattierfähig“ – mit lohnenden Sparmöglichkeiten – und „nicht rabattierfähig“ gegliedertes Bestellformular für die Konzertkarten werde schon jetzt gut genutzt. Die Unterteilung begründete der Vereinsvorsitzende mit dem fehlenden „kaufmännischen Kalkül“ bei den Eigenveranstaltungen. Sprich, „ein paar Zugpferde helfen qualitativ ebenfalls hochwertige, aber eben Nischenkonzerte zu finanzieren“. Als Verein „sehen wir den rein kulturellen Auftrag“ erklärte er. In der Reihe „Jazz at the Theater“ wird das Kornhaus vom Theater als Veranstaltungsort abgelöst – allerdings nicht ganz. Die ersten drei Abende – Eröffnungs-, Blues-Gala und der Swing-Abend – bleiben dem Kornhaus treu. Parallel laufen die immer beliebteren Nischenkonzerte im Theater Oben. Ab Veranstaltungsabend vier werden die „Kornhauskonzerte“ im großen Theatersaal weitergeführt, weil, wie Hensler begründete, „die Technik im Kornhaus für die anspruchsvollen Gruppen nur mit großem – vor allem finanziellem – Aufwand zu verwirklichen sind. Das Theater biete dagegen beste Voraussetzungen für einen guten Sound, der nicht zu laut ist – ein Kritikpunkt bei mehreren Konzerten im Kornhaus im vergangenen Jahr. Analog werde die Ausstellung der von Schülern des Allgäu-Gymnasiums entworfenen Plakate vom Börsensaal ins Theater Oben umziehen. Ebenfalls umziehen werde zwangsläufig auch das Fahrerlager, Aufenthaltsort für Arbeitskreis-Mitarbeiter und Musiker. Und zwar vom Kleinen Kornhaussaal in Räume des Klecks, weil es strategisch günstiger liege. Konzert im Jugendhaus Nachbesserungen gab es auch bei den nächtlichen Sessions. Laut Hensler durch die Aufhebung der Sperrstunde im Lauf der Jahre zunehmend uninteressanter geworden, sollen sie mit einem „neuen Konzept zum kleinen Preis“ wieder belebt werden. Im „Klecks-Nightclub“ sorgen künftig ab 22.30 Uhr feste Besetzungen mit Jazzern aus Kempten und dem Allgäu für Stimmung, wobei andere Musiker, „hiesige oder Stars des Jazzfrühlings“ gerne mit einsteigen könnten. Der Eintritt sei für Besucher mit einer Eintrittskarte zu einem Konzert am jeweiligen Abend frei, sonst für fünf Euro zu haben. Dass es künftig keinen Vorverkauf mehr für den „Klecks-Nightclub“ sowie die Musikerfrühstücke mehr geben wird, merkte Christa Hensler an, da „der Aufwand zu groß ist“. Dem Klecks-Vorsitzenden ist die Jugend auch weiterhin „ein wichtiges Anliegen“. Deshalb freue er sich über die Veranstaltung im Jugendhaus und auch die in der Sing- und Musikschule mit deren Big Band unter Leitung von Tiny Schmauch. Als „wichtigen Partner“ nannte er außerdem das AÜW, da die fünf Nischenkonzerte in der Reihe „AÜW-Jazzperlen“ unter kommerziellen Aspekten ohne diese Unterstützung „nicht an den Mann zu bringen sind.“ Auf den Auftritt von „The Squeeze Band“, die sie andernorts schon gehört habe, freute sich Frau Christa besonders. Zweimal Lob brannte dem Vorsitzenden noch auf den Lippen: „Wir haben fast 70 Leute im AK, ohne die ich aufhören könnte“, und eins für OB Dr. Ulrich Netzern (CSU), der immer ein Ansprechpartner sei, „wenn Fragen oder Probleme auftauchen“.

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