Kulturfestivals erhalten

Der Ausschuss für Finanzen und zentrale Dienste hatte jetzt über die weitere Unterstützung des Theaterfestivals und des Opernfestivals zu entscheiden. Zunächst legten aber die Verantwortlichen Toni Drescher und Karin Hoser die Berichte für 2008 vor.

Hinsichtlich des Theaterfestivals vertrat Toni Drescher die Meinung, dass Isny den Vergleich mit dem Kulturufer in Friedrichshafen nicht zu scheuen brauche. Zwar sei das Umfeld ein anderes, aber von der künstlerischen Darbietung scheine Isny im vergangenen Jahr sogar vorne gelegen zu haben, berichtete er. Die Zusammenarbeit mit der Marketing GmbH, und da natürlich besonders mit Karin Hoser, klappe hervorragend und gerade im Bereich Werbung und Vorbereitung soll die Zusammenarbeit künftig noch weiter intensiviert werden. Das, was fehlte, war eine freundlichere Wetterlage. So war zu Beginn des Festivals der Besuch durchaus erfreulich, ließ aber dann doch etwas nach. Das Ambiente des Festivals bei Burkwang wurde von allen Seiten als treffend bezeichnet und auch die Versorgung mit Getränken und Speisen war gut organisiert. Im nächsten Jahr soll es aber einen Wechsel geben, da das Stephanuswerk diesen Service nicht mehr übernimmt. Mit den Shuttlebussen hatten die Veranstalter etwas Pech, da öfters repariert werden musste. Das ist auch mit der Grund, warum die Festivalleitung auf die Ausfallbürgschaft der Stadt angewiesen ist. Von Seiten der Gemeinderäte stand ein Wegfall des Theaterfestivals nicht zur Debatte. Hans-Jörg Hübner vertrat den Standpunkt, dass Kultur das Aushängeschild der Stadt sei und das Festival deutlich den Bekanntheitsgrad Isnys erhöhe. Peter Dorn brachte es ebenfalls auf den Punkt: „Entweder wir wollen es, oder wir wollen es nicht, und wenn wir es wollen, müssen wir auch die Kosten tragen.“ Die Entscheidung fiel günstig aus: Die Förderung wird auf 10000 Euro erhöht, die Bauhofleistungen mit 4800 Euro genehmigt und eine Ausfallbürgschaft für 2009 in Höhe von 7000 Euro bewilligt. Der Dank, den Bürgermeister Rainer Magenreuter den Aktiven aussprach, war ein zusätzlicher Anreiz, mit dem „Event“ in Burkwang weiter zu machen. Neuer Festspielort? Das Opernfestival ist ebenfalls wieder ins Förderprogramm genommen worden. Karin Hoser berichtete davon und auch sie vertrat die Ansicht, dass es gerade die Open Air-Veranstaltung sei, die das besondere Flair ausmache. Auch in der kommenden Saison soll deshalb wieder am Diebsturm die Bühne aufgebaut werden, die durch ihre Erweiterung und Renovierung nicht mehr an die untere Stadtmauer passt. Das Aufstellen der Tribüne verursachte besonders hohe Kosten für die Stadtkasse. Fast drei Tage lang wurde daran gearbeitet und wenn der nächste Aufbau billiger werden soll, müssen ehrenamtliche Helfer dafür gesucht werden. Die Gemeinderäte nahmen auch Hosers Bericht wohlwollend zur Kenntnis. Peter Clement bescheinigte dem Opernfestival seinen besonderen Charme. Bei der Diskussion über den Standort war auch das Parkplatzgelände an der Naturwissenschaftlichen Akademie von Dr. Dieing vorgeschlagen worden. Bürgermeister Rainer Magenreuter sieht hingegen langfristig das Gelände am Stadtgraben hinter dem Schloss als Festspielort. In diesem Jahr jedenfalls waren fast alle für den „Status Quo“ am Diebsturm und bei einer Auslastung von fast 80 Prozent, der komplett ausverkauften letzten Vorstellung und dem guten Besuch des Festivalkonzerts spricht eigentlich alles dafür. Die Finanzentscheidung fiel entsprechend leicht. Mit einer Enthaltung wird es in diesem Jahr wieder einen städtischen Zuschuss von 10000 Euro geben und die Bauhofleistungen für Auf- und Abbau mit 6000 Euro sind ebenfalls genehmigt. Karin Hoser konnte außerdem berichten, dass auch die Zuschüsse von Kreis und Land sowie die des Landes Bayern schon genehmigt seien.

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