Flüchtlinge machen auf den Krieg in ihrer Heimat aufmerksam

"Syrien blutet"

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Mit roten Schildern machten die Demonstranten auf den Krieg in ihrer Heimat aufmerksam.

Kempten – Es herrscht noch lange kein Frieden in Syrien. In Aleppo, einer Metropole mit einst zwei Millionen Einwohnern, verharren zur Zeit ein paar hunderttausend Menschen. Diese leiden in diesen Tagen unter dem heftigsten Beschuss der regulären syrischen Armee seit Beginn der Kämpfe in 2011.

„Alle zehn Minuten schlagen im Osten der Stadt Granaten ein“, weiß eine Helferin eines Flüchtlingskreises zu berichten, die sich einer Kundgebung von rund 60 Syrern angeschlossen hatte, die am Freitag Nachmittag auf dem August-Fischer-Platz stattfand. Ein Sprecher der Gruppe, der junge M. Taher, sagt: „Wir möchten, dass die Menschen in Deutschland wissen, dass es in unserer Heimat leider immer noch keinen Frieden gibt, sondern dass jetzt die heftigsten Kämpfe überhaupt stattfinden.“ Der junge Mann wünscht sich für sich und seine Landsleute endlich ein Ende der Kämpfe, damit die Kinder Syriens eines Tages wieder auf den Straßen Aleppos spielen können, auch wenn alles um sie herum zerbombt ist. So hielten nach einer kurzen Ansprache des Flüchtlings aus Aleppo jeder der Gruppe ein mahnendes, blutrotes Schild hoch, auf dem Sätze zu lesen waren wie #Aleppo is burning, Syria bleeds oder #SAVE Aleppo Syria. In den vergangenen zwei Wochen verstarben im Ostteil der Stadt bei Angriffen schätzungsweise 150 Zivilisten. Beim Bombenangriff auf das Al-Quds-Krankenhaus starben allein 58 Menschen, darunter auch einer der letzten zwei verbliebenden Kinderärtze, Dr. Muhammad Maaz. Aber auch im Westteil der Stadt, der von Regierungstruppen gehalten wird, leiden die Menschen unter stetigem Granatbeschuss.

Jörg Spielberg

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