Kunst im Seniorenheim

Aus dem Nachlass der Malerin und Bildhauerin Sigrid von Ipolyi-Merz hat das Seniorenheim St. Leonhard kürzlich vier Gemälde erhalten. Die Künstlerin hat bis zu ihrem Tod selbst in der Einrichtung gewohnt. Die Bilder sollen zum Ausdruck bringen, wie die Künstlerin mit der Betreuung und Pflege zufrieden war und dass sie in Ruhe und Würde ihr letztes Lebensjahr dort verbringen konnte.

Zwei der Bilder, Aquarelle in schönen intensiven Farben, hängen nun im Erdgeschoss im Empfangs- und Aufenthaltsraum und zwei etwas moderner gehaltene Kunstwerke werden in der oberen Etage ihren Platz finden. Heimleiterin Antje Bucher und das gesamte Personal freuen sich über diese Anerkennung ihrer Arbeit und gehen nach eigener Aussage gleich noch einmal so motiviert ans Werk. „Unser Haus steht jedem offen, der es einmal besuchen möchte. Wir freuen uns über das Interesse und geben gerne weitere Auskünfte“, so Bucher. Seit 2006 hat sie die Leitung der Einrichtung inne. Schon seit 2001 hatte Bucher die Pflegeleistungen dort organisiert. St. Leonhard hat zurzeit 43 Heimbewohner, die von 23 Pflegekräften und neun Mitarbeitern im hauswirtschaftlichen Bereich betreut werden. Antje Bucher sieht die Betreuung recht realistisch. „Die meisten unserer Bewohner haben Pflegestufe zwei oder drei und kommen zu uns, wenn die häusliche Pflege und weitgehende Selbstständigkeit nicht mehr möglich ist“, so die Leiterin. „Natürlich wäre ein Personalschlüssel von 1:1 der Idealfall, das kann aber finanziell niemand leisten“, erklärt sie. Neben den Pflegeleistungen seien vor allem Aktivierungsangebote wie Sturzprophylaxe, kreative Beschäftigungen sowie religiöse und seelsorgerische Angebote Teil des Programms. Besonders in diesem Bereich sei eine ganz andere Arbeit zu leisten als in der Pflege. Hier sehe Bucher noch starken Bedarf. „Bei Betreuung und Beschäftigung sind wir froh über jede Hilfe, die wir bekommen können und würden uns über weitere Anfragen zur ehrenamtlichen Mitarbeit sehr freuen“, erklärt Bucher. Besuchsdienst, Spaziergänge, Basteln, Sitztanz, Vorlesen und vieles andere sei möglich und dafür gebühre allen freiwilligen Helfern ihr herzlicher Dank. Auch die Regelung mit dem Essen im Seniorenheim St. Leonhard sei zufrieden stellend. Frühstück und Abendessen werden im Haus selbst zubereitet. Das Mittagessen liefere die Argentalklink in Neutrauchburg und viermal in der Woche haben die Bewohner freie Menüwahl aus dem Angebot. „Bei uns gibt es überwiegend urschwäbische Hausmannskost und natürlich bei Bedarf Diätspeisen“, erklärt Bucher. Nachmittags Kaffee oder Tee im Aufenthaltsraum seien genauso obligatorisch wie Getränke ans Bett der Bettlägerigen.

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren

Kommentare