Kunst trifft Techno

Edgar Koop bringt Sonderausstellung "Faces" in seine alte Heimat

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Edgar Koop im Gespräch mit Besuchern seiner Ausstellung.
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Links das Gemälde in Originalgröße, rechts daneben für das Schallplattencover konzipiert.

Kempten - Über zwei Jahre sind seit seiner letzten Ausstellung in Kempten vergangen. Für den mittlerweile in Mannheim lebenden und Kommunikationsdesign studierenden Künstler Edgar Koop Grund genug, dem ehemaligen Wohnort einen Besuch abzustatten, alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen und seine Arbeiten der letzten vier Jahre zu präsentieren. So geschehen wenige Tage vor Heilig Abend mit der Kunstausstellung „Faces“ in den Räumlichkeiten des „Projekt Sued“, das hochwertiger Kunst einen Platz im Allgäu verschaffen will.

Koop ist gelernter Packmitteltechnologe, doch nebenbei gemalt hat er schon immer. Den endgültigen Einstieg in die Kunstszene fand er über den Fotografen Matthias Eberle, mit dem er 2016 als Gemeinschaftsprojekt eine Vernissage in Kempten mit dem Konzept „Kammergalerie“ organisiert hat, bei dem privater Wohnraum als öffentliche Ausstellungsfläche genutzt wurde.

Besonders angetan hat es dem Künstler die Porträtmalerei, innerhalb derer er seine Sicht des Menschenverständnisses verewigen kann. „Es ist faszinierend, wie viele Gefühle aus einem Gesicht herauszulesen sind, wenn man nur darauf achtet“, erklärt der junge Kunstschaffende die Idee hinter dem Titel der Ausstellung und gibt einen Einblick in seine Arbeitsweise. „Manche Ausstellungsstücke dienten der Formfindung, die sich als Ideengeber für neue Gemälde entpuppten.“ Die Dauer bis zur Vollendung eines Gemäldes variiert dabei mit einigen Stunden bis hin zu einem Monat sehr stark.

Viele seiner abstrakten Kunstwerke entstehen mit der Intention als Schallplattencover in der Technoszene zu fungieren, weshalb beim Entstehungsprozess der Titel und die jeweilige Musik der Schallplatte als elementare Inspiration dienen. Der durch das elektronische Genre beeinflusste kreative Schaffensprozess sollte sich auch bei der Ausstellung wiederfinden, weshalb diese von einem DJ aus der Technoszene musikalisch begleitet wurde. Die Veranstaltung bot den Besuchern darüber hinaus Einblicke in eine sich von den klassischen Porträts unterscheidende Malerei, bei denen besonders das Design, die Symbole und gewählten geometrischen Formen die Geschichte des Gemäldes erzählen.

Wieder andere in auffällige goldene Rahmen eingebettete Werke stammen aus einer ehemaligen Ausstellung, bei denen die Bilder im Raum so angeordnet waren, dass diese untereinander interagierten. Der Künstler wollte dabei auf die Kommunikationsprobleme, die zwischen Gesprächspartnern auftreten können, aufmerksam machen.

Dominik Baum

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