Kunstturnerinnen erfolgreich

Nina Müller vom TV Kempten holt sich den Schwabentitel

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Erfolgreiche Kunstturnerinnen vom TV Kempten Emilie Pippert (vorne von li. nach. re.), Nina Maisel, Emma Dempf und Umma Hodzic (hinten von li. nach re.) Nina Müller, Johanna Hutner.

Kempten/Illertissen – Bei den Bezirksmeisterschaften im Kunstturnen weiblich am vergangenen Wochenende in Illertissen konnten sich die Turnerinnen des TV Kempten insgesamt sieben Medaillen erturnen.

Obwohl nicht alles perfekt lief, waren die Trainerinnen der Leistungsriege mit der Ausbeute ihrer Schützlinge zufrieden. „Wir hatten im Vorfeld einige Verletzungen zu beklagen, wodurch nicht alle unserer Allgäuer Meisterinnen an den Start gehen konnten. Und während des Wettkampfs passierten leider einige kleine Fehler, die aber im Wertungssystem hart bestraft werden und damit einigen unserer Mädchen eine Podestplatzierung kosteten. 

Doch mit sieben Medaillen haben wir wieder einmal auch auf Bezirksebene vorne mitspielen können“, freute sich Cheftrainerin Astrid Schober. Besonders groß war die Aufregung natürlich bei den Jüngsten. So musste Umma Hodzic (6 Jahre) nach einer perfekten Qualifikation bei den Allgäuer Meisterschaften diesmal am Balken einen Sturz in Kauf nehmen. Dennoch konnte sie sich vor allem dank ihrer schönen Barrenübung über die Bronzemedaille freuen. Ihre Teamkameradinnen Sati Miller und Melina Timofeew sicherten sich knapp dahinter die Plätze vier und fünf. In der Altersklasse der Siebenjährigen lieferten sich Johanna Hutner und Julia Gruß ein spannendes Rennen um die Bronzemedaille. Sowohl am Barren als auch am Balken zeigte Hutner dann hervorragende Übungen und sicherte sich so den dritten Platz. Gruß wurde Vierte. 

Weitere Platzierungen: 6. Viktorija Asmus, 7. Jana Ringelmann, 8. Jana Hartung, 10. Xenia Hartung. In der Altersklasse 8 wurde Karina Timofeew als beste Allgäuer Starterin Siebte. Außerdem konnte Emilie Trinz im Pokalwettkampf den fünften Rang belegen. Weiter ging es in der Leistungsklasse III (11-12 Jahre). Hatte Sina Heinrich bei den Allgäuer Meisterschaften noch mit einem perfekten Wettkampf die Konkurrenz weit hinter sich lassen können, hatte sie diesmal am Zittergerät Schwebebalken leicht zu kämpfen. Sie verpasste die Podestränge knapp um ein Zehntel und wurde Vierte. Romy Janser erturnte sich im großen Teilnehmerfeld von über 20 Turnerinnen Platz neun. Bei den 13- bis 15-Jährigen stellte Nina Müller ihr Können erneut unter Beweis. Im größten Teilnehmerfeld des Tages sicherte sie sich den Meistertitel. 

Dabei beeindruckte sie die Kampfrichter vor allem mit ihrer sauberen Barrenübung und der äußerst schwierigen Bodenübung. Laetitia Weindler verpasste das Podest aufgrund eines Leichtsinnsfehlers am Barren und wurde gute Sechste, Selin Gümüs wurde 20. In der altersoffenen Wettkampfklasse (16+) zeigte Emilie Pippert einen nahezu perfekten Wettkampf und wurde mit dem schwäbischen Vizemeistertitel belohnt. Mit den Tageshöchstwertungen am Sprung und am Boden empfahl sie sich erneut für die Regionalligamannschaft. Auch Tamara Nawrocki verpasste das Podest knapp und wurde undankbare Vierte, ihre Schwester Alexandra Nawrocki erturnte sich Rang sieben. Auch in der Leistungsklasse II lief für Aurelia Remplik (13) nach einer perfekten Qualifikation nicht alles rund. Lag sie mit der Tageshöchstwertung am Barren noch ganz klar auf Siegeskurs, war es diesmal ihr Paradegerät Boden, das ihr einen Strich durch die Rechnung machte. 

„Aurelia kam in ihrer Akrobatikbahn leider falsch auf und konnte somit keinen Rückwärtssalto springen. Da dieser aber in der LK2 eine wichtige Anforderung ist, kostete sie das sehr viele Punkte. Dass sie dennoch auch am Boden die Tageshöchstwertung erturnen konnte, zeigt zu was sie an diesem Gerät eigentlich fähig ist“, lobte Schober ihren Schützling dennoch. So reichte es für Remplik wie so vielen ihrer Teamkameradinnen nur für den vierten Rang. In der Meisterschaftsklasse der Juniorinnen musste die sonst so sichere Balkenturnerin Nina Maisel (14) zwei Stürze in Kauf nehmen. Sie zeigte zum ersten Mal einen schwierigen Aufgang, einen Sprung in den Spagat auf dem nur zehn Zentimeter breiten Balken. „Da kann das schon mal passieren. Beim nächsten Mal klappt es bestimmt“, konnte das Nachwuchstalent nach dem Wettkampf schon wieder lachen. Aufgrund der Tageshöchstwertungen am Barren und Boden konnte sie sich dennoch über den Vizemeistertitel freuen. 

Und auch bei den älteren Kürturnerinnen lief nahezu alles nach Plan. Laura Dick (20) und Emma Dempf (15) zeigten beide einen wunderschönen Tsukahara in den Stand und erturnten sich damit sehr gute Wertungen am Sprung. Sie mussten sich nur einer Turnerin aus Illertissen geschlagen geben und konnten sich dank ihrer tollen Leistungen über den Vizemeistertitel und die Bronzemedaille freuen. 

kb

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