Kurze Wege für eine schnelle Versorgung

Am Modell zeigt Architekt Ulrich Jonas (Mitte) Aufsichtsratsmitgliedern wie Hildegard Greiter (links) und Dieter Zacherle (rechts) die künftigen Wege im Klinikum Kempten. Läufle

Wer derzeit am Klinikum Kempten-Oberallgäu in der Robert-Weixler-Straße vorbeikommt, sieht dass die Erweiterungsarbeiten voll im Gange sind. Das neue Parkhaus wird in Kürze in Betrieb genommen und der Neubau, in dem künftig die Innere Medizin untergebracht wird, nimmt ebenfalls Form an. Wie Klinik-Geschäftsführer Andreas Ruland am Montag bei einer Informationsveranstaltung mitteilte, soll das Gebäude im zweiten Halbjahr 2012 bezogen werden. Zusammen mit Architekt Ulrich Jonas gab er den Aufsichtsräten einen detaillierten Überblick über die künftige Notaufnahme und die Patientenwege.

Insgesamt 77 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren am Standort Robert-Weixler-Straße investiert. Davon wird zum einen das Klinikum erweitert und die „Einhäusigkeit“ hergestellt, zum anderen wird auch die Psychiatrie (BKH) dort angesiedelt. Klinikum und Psychiatrie werden künftig über einen gemeinsamen Haupteingang zu erreichen sein. Das sei der Wunsch von allen Beteiligten gewesen, betonte Ruland. Eine optimale Versorgung soll es durch die neuen Gebäude für Notfallpatienten geben. Für akute Notfälle wird der sogenannte rote Flur eingerichtet, in dem alle Geräte und Räume für eine schnelle Versorgung bereit stehen. Weniger bedrohliche Verletzungen werden im gelben Flur behandelt und im grünen Flur werden die Patienten mit noch geringeren Verletzungen versorgt. Anhand eines Modells und Plänen zeigte der Architekt den Aufsichtsräten, wo sich in den neuen Gebäuden welche Bereiche befinden sollen. Vernetztes System Schnell versorgt werden können nach der Erweiterung auch die Patienten, die mit dem Hubschrauber angeliefert werden. Der Hubschrauber kann auf dem Dach des Gebäudes landen, in dem die Innere Medizin untergebracht wird. Per Aufzug können Verletzte schließlich zur Notaufnahme gebracht werden. Insgesamt sei das ganze System künftig vernetzt, so Jonas, und die Patienten können im „Herzstück des Krankenhauses“ optimal versorgt werden. Für Notfall-Patienten, die mit dem Auto gebracht werden und Rettungswägen, gibt es eine Stichstraße direkt von der Pettenkoferstraße zur Notaufnahme. Damit die Innere Medizin tatsächlich im zweiten Halbjahr 2012 in Betrieb genommen werden kann und damit die „Einhäusigkeit“ des Klinikums Kempten hergestellt ist, muss bis dahin vom Nachbargebäude, das Notaufnahme und Radiologie beherbergen soll, das Untergeschoss fertiggestellt sein. Dort ist nämlich die Technikzentrale untergebracht. Ein zentraler Empfang Die Neugestaltung des Haupteingangs – ein weiteres wichtiges Thema der Erweiterung – erläuterte Architekt Jonas ebenfalls. Geplant ist ein langgestrecktes Vordach, damit Besucher und Patienten trockenen Fußes von einem Empfangsplatz – anstelle des derzeitigen MRT-Gebäudes, das abgerissen wird – zum Eingang kommen. Ein Stich des Daches führt zudem weiter bis zum Ärztehaus. In der Eingangshalle soll an der Stelle an der derzeit der Kiosk ist, ein Empfang entstehen. Dort werden die Patienten begrüßt und an die jeweiligen Bereiche weitergeleitet. Die Freiflächen rund ums Klinikum werden zu Innenhöfen, Patientengarten und einem geschlossenen Hof für die Psychiatrie gestaltet. Außerdem gibt es im Außenbereich einen weiteren Hubschrauberlandeplatz.

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