Es läuft nicht richtig rund

Die Isny Marketing GmbH und die Einzelhandels- und Unternehmergruppierung „Isny Aktiv“ hatten vergangene Woche zu einem Informationsabend in den Gasthof Hirsch eingeladen. Die Diplomarbeit von Katharina Breyer, Studentin an der FH Coburg, und das Referat des CIMA-Beauftragten Christian Hörmann standen dabei im Mittelpunkt.

Breyer hatte das Thema „Die Erfolgskontrolle der Handlungsfelder Kundenbindung und Image des Einzelhandels“ zu ihrer Diplomarbeit gemacht. Die schriftliche Befragung von 2000 Haushalten (von 16000) hatte einen Rücklauf von 11,8 Prozent erbracht und kann damit als repräsentativ angesehen werden. 20 Geschäfte des innerstädtischen Einzelhandels hat sie ebenfalls befragt. Der „Pluspunkt Isny“ ist danach 88,1 Prozent der Befragten bekannt und wird auch von 66,3 Prozent genutzt. Die Isny-Punkte werden gesammelt und können in einer Reihe von Geschäften eingelöst werden. Der Einzelhandel macht bei dieser Aktion gut mit, hat aber noch Potential übrig, dass noch nicht ganz ausgeschöpft ist. Der „Isnyer Güldiner“ – eine goldfarbene Münze im roten Samtsäckchen – ist dagegen nicht so bekannt. Für 500 Isnypunkte oder für fünf Euro kann man diese Münze als Geschenk erwerben und weiter verschenken oder in den Isnyer Geschäften einlösen. Die Aktion „Isny macht Qualität“ wurde an seinem Symbol, der Weißen Lilie auf blauem Grund, von einem Teil der Kunden erkannt, ist aber noch nicht so recht ins Bewusstsein vorgedrungen. Hier ist noch Informationsarbeit notwendig, denn dieses Symbol für freundliche und kompetente Betreuung hat noch einige Klippen zu umschiffen, bis sich mehr Kunden danach richten. Der Einzelhandel und die Gastronomie sind darauf eingestiegen und in absehbarer Zeit soll auch das Handwerk nachziehen. Die Parkvignette ist dagegen schon beliebt und wird auch eingesetzt. Die Spielstadt Isny ist zwar inzwischen bekannt, hat aber Schwierigkeiten im breiten Angebot beachtet zu werden. Breyer schlug deshalb vor, das Angebot etwas zu reduzieren. Das erste CIMA-Gutachten hatte die Stadt 2006 in Auftrag gegeben. Christian Hörmann, Diplom-Geograph und inzwischen Teilhaber dieser Firma, hat jetzt nachgehakt, um festzustellen, wie weit Isny mit der Auswertung der Analyse gekommen ist. Stadtsanierung, Alleinstellungsmerkmale, Bevölkerungsentwicklung und Kaufkraft wurde unter die Lupe genommen. Im Verhältnis der Umsätze ist Isny mit rund 84 Millionen Euro Umsatz weit im hinteren Bereich im Oberland. (Wangen 168; Leutkirch 103,3; Kempten 671; Ravensburg 479). Seit der ersten Analyse hat sich in der Erwartungshaltung der Kunden allerdings einiges verschoben. So sind die Fragen nach Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie weiter in den Vordergrund gerückt, Parkmöglichkeiten liegen dagegen auf dem letzten Platz. Nach Meinung von Hörmann ist es nicht sehr erfolgversprechend, wenn man sich bemüht, von anderen Städten Kaufkraft abzuwerben. Vielmehr sei Kreativität und die Umsetzung dieser guten Ideen erforderlich. Isny ist seinen Erhebungen zufolge europaweit die einzige Stadt, die sich im Augenblick damit beschäftigt Stadttore wieder aufzubauen und damit das Stadtbild neu zu schließen. Ob das nun ironisch gemeint war, blieb offen.

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